Zur Geschichte der Nachstrompropulsion PDF

Sein Vater ist der Gründer des Focke-Museums in Bremen. Kenntnisse zu haben, insbesondere auf dem Gebiet der höheren Zur Geschichte der Nachstrompropulsion PDF, habe ich erst auf der Technischen Hochschule als absolut notwendig erkannt. Dort habe ich sie mir mit Aufwendung aller Energie aneignen müssen.


Författare: Heinrich Focke.

Es kann nicht oft genug ausgesprochen werden, daB, – bei selbst­ verst8. ndlicher Forderung absoluter mathematischer Richtigkeit -, die Eleganz eines Formelsystems fiir den Physiker, wie auch den Ingenieur garnichts, seine leichte und sichere Anwendbarkeit einiges, aber nicht Entscheidendes, die groBte Annaherung des Ergebnisses an die Wirklich­ keit des zu behandelnden Vorganges alIes bedeutet. Fiir den Mathematiker besteht stets die groBe Versuchung, durch Vernach1assigungen von Ein­ fiiissen der Wirklichkeit die Eleganz des mathematischen Ablaufes zu steigem. Damit wachst aber die Gefahr, sich von der Wirklichkeit weiter zu entfemen. Jede nicht in der Wirklichkeit bestatigte wissenschaftliche Theorie ist eine Hypothese, vielIeicht eine wertvolIe Arbeitshypothese zur ErgrUndung wirklichen Geschehens nach den unerbittlichen Naturgesat­ zen. Wakrheit der Wirklichkeit wird 8tetB tiber erst erhdrtet d’Urch das Experi­ ment, die Be/ragung der Nat’Ur. Seit den Zeiten GALILEIS, jaschon LEONARDO DA. VINOIS, solIte diese Grundlehre nie vergessen worden sein. Leider aber wird sie manchmal noch heute vergessen. Man findet manche hochwertige, brillante Kopfe, die die schwierigsten Gedankengange einer Richtung mit groBter Scharfe zu verfolgen wiesen, unermiidlich fortschreitend, mit Energie geladen und mit eisener Kon­ sequenz. Sie bringen viele hervorragende Resu1tate. Leicht ereignet as sich aber dabei, daB ein zunachst uniibersteigbar scheinendes Hindernis auftaucht und die entschlossensten N aturen erlahmen laBt. Selbst diesa groBen Geister konnen iiber ein Steinchen stolpem, das auf dem Wege liegt, sie konnen einem zufalligen Versehen erliegen, und ihr Aufbauwerk schweren Schaden leiden.

Henrichs Charakter war bis ins hohe Alter von einem ruhelosen Forscherdrang und einer Faszination der technischen Machbarkeit der Fliegerei gekennzeichnet. Er begann 1908 ein Maschinenbaustudium an der Technischen Hochschule Hannover, das er kriegsbedingt erst 1920 mit dem Diplom abschließen konnte. 1914 meldete er sich als Kriegsfreiwilliger, wurde jedoch wegen einer Herzerkrankung zunächst nicht eingezogen. Erst im Herbst 1914 wurde er zum Dienst im Infanterie-Regiment 75 verpflichtet. Bereits im Frühjahr 1915 wurde er mit Unterstützung eines Freundes zur Fliegertruppe versetzt. 19 von 1932, in Lizenz von Cierva bei Focke-Wulf nachgebaut. Zusammen mit Georg Wulf und Werner Naumann gründete er 1924 die Bremer Flugzeugwerke, die im gleichen Jahr als Focke-Wulf AG in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurden.

Bis 1933 entstanden 29 verschiedene Flugzeugmuster, von denen insgesamt etwa 140 Flugzeuge gebaut wurden. Henrich Focke auf dem Gebiet der Drehflügler zu arbeiten. Zunächst sammelte er Erfahrungen beim Betrieb und Bau von Cierva-Tragschraubern C. Im Jahre 1931 ernannte der Senat der Stadt Bremen Henrich Focke zum Professor. Er hielt in der Folgezeit Vorlesungen an der Technischen Lehranstalt in Bremen. 1933 schied Focke auf äußeren Druck aus der Leitung der von ihm gegründeten Focke-Wulf AG aus, durfte aber den Bau von Drehflüglern weiter verfolgen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Focke von 1945 bis 1948 als Kriegsgefangener in Frankreich zwangsverpflichtet.

Er war bei der staatlichen SNCASE in Paris beratender Ingenieur beim Nachbau der Fa 223, der unter der Bezeichnung S. Um 1948 errichtete Focke ein Ingenieurbüro in Bremen. Da Flugzeugbau seitens der Alliierten in Deutschland nicht gestattet war, übertrug er seine Erfahrungen aus dem Flugzeugbau auf Schiffe, Boote und Bauwerke. Henrich Focke erhielt 1957 ein Patent auf den Focke Rochen, einen ringförmigen Nurflügler mit zentralem Rotor, dessen Entwicklung bereits 1944 begonnen hatte. Um 1960 baute der inzwischen siebzigjährige Focke in Bremens Innenstadt mit eigenen Mitteln in einem Hinterhofschuppen einen Windkanal, um mit seiner Hilfe die Flugeigenschaften von Hubschraubern zu verbessern. Hier erforschte er auch andere Probleme der Aerodynamik, unter anderem beim Langsamflug auftretende Strömungphänomene und die Nachstrompropulsion. Bremen und beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt tätig.

Februar 1979 starb er in Bremen, hoch geehrt und vielfach ausgezeichnet. Verlag Peter Kurze, Bremen 2014, ISBN 978-3-927485-84-6. Henrich Focke: Wie die Möwe fliegt. Edition Temmen, Bremen 2012, ISBN 978-3-8378-1029-5. Zeitungsartikel über Henrich Focke in der Pressemappe 20.

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Henrichs Charakter war bis ins hohe Alter von einem ruhelosen Forscherdrang und einer Faszination der technischen Machbarkeit der Fliegerei gekennzeichnet. Er begann 1908 ein Maschinenbaustudium an der Technischen Hochschule Hannover, das er kriegsbedingt erst 1920 mit dem Diplom abschließen konnte. 1914 meldete er sich als Kriegsfreiwilliger, wurde jedoch wegen einer Herzerkrankung zunächst nicht eingezogen. Erst im Herbst 1914 wurde er zum Dienst im Infanterie-Regiment 75 verpflichtet. Bereits im Frühjahr 1915 wurde er mit Unterstützung eines Freundes zur Fliegertruppe versetzt. 19 von 1932, in Lizenz von Cierva bei Focke-Wulf nachgebaut.

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