Zisterzienser zwischen Zentralisierung und Regionalisierung PDF

Ortsteil des Naumburger Stadtteils Bad Kösen im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt. Schulpforte liegt an der Saale zwischen Zisterzienser zwischen Zentralisierung und Regionalisierung PDF Kösen und Naumburg.


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Die Erneuerung des Zisterzienserordens im Geist des Konzils von Trient, insbesondere durch die französischen Generaläbte Nikolaus I. Boucherat und Edmund de la Croix von Citeaux, beginnt im deutschen Sprachraum in besonderer Weise mit dem Treffen der Ordensäbte aus Bayern, Franken, Schwaben, Böhmen, der Schweiz, dem Elsaß und Österreich im September 1595 im Zisterzienserkloster Fürstenfeld bei München. Die anläßlich der Tagung beschlossenen «Fürstenfelder Reformstatuten» werden im Rahmen des Tagungsbandes erstmals in deutscher Übersetzung zugänglich gemacht. Sie sind als Basis der neu gebildeten «Oberdeutschen Zisterzienserkongregation» anzusehen, in deren Tradition bis heute die der Kongregation von Mehrerau angehörenden Zisterzienser und Zisterzienserinnen stehen. Aus dem ursprünglich zentralisierten Zisterzienserorden mit Citeaux und den Primarabteien einschließlich des Generalkapitels entwickelte sich infolge der Kongregationsbildung mehr und mehr ein regional ausgerichteter Orden.

Die Bundesstraße 87 führt entlang der Saale durch den Ort. Schon 1209 wurden dem monasterium Cisterciensis ordinis apud Portam, das unter besonderem Schutz der sächsischen Herzöge stand, 27 Orte gehörig genannt mit einer Gesamtanzahl von 163 Hufen, zuzüglich von Waldungen und Wiesen. Später wurde das Kloster durch Erbschaften, Schenkungen und Kauf einer der größten Grundbesitzer im nördlichen Thüringen. Nach der Säkularisation des Klosters 1540 gründete der sächsische Herzog Moritz dort am 21. Mai 1543 eine der drei sächsischen Fürstenschulen, in deren Tradition die in den ehemaligen Klostergebäuden untergebrachte heute noch bestehende Landesschule Pforta steht. 1657 ließ Herzog August von Sachsen-Weißenfels im kursächsischen Schulpforte eine geistliche Inspektion einrichten, die die kirchenrechtliche Aufsicht bis 1749 übernahm.

Verlag Volk und Wissen, Berlin 1988. Ines Dorfmüller, Rudolf Konetzny: Kloster Pforta. Sigrid Schütze-Rodemann, Gerd Schütze: Pforta: Das Zisterzienserkloster, die Landesschule. Schnell und Steiner, Regensburg 2001, ISBN 3-7954-1419-9. Zisterzienserabtei Sankt Marien zur Pforte, Landesschule Pforta. Clemens Kosch: Hochmittelalterliche Sakralbauten in Naumburg, Schulpforte und Freyburg an der Unstrut, Architektur und Liturgie bis 1300.

Justin Bertuch, Johann Martin Schamel, Ernst Brotuff: Teutsches Pfortisches Chronicon. Justin Bertuch: Chronicon Portense duobus libris distinctum. Carl Friedrich Heinrich Bittcher: Pförtner Album: Verzeichniß sämmtlicher Lehrer und Schüler der Königl. Landesschule Pforta vom Jahre 1543 bis 1843. Eine Denkschrift zur dritten Säkularfeier der Anstalt den 21.

Gottfried August Benedict Wolf: Chronik des Klosters Pforte nach urkundlichen Nachrichten, 2 Bde. Paul Böhme: Zur Geschichte des Cisterzienser-Klosters St. Paul Böhme: Pforte und seine kunstgeschichtliche Bedeutung. In: Neujahrsblätter der historischen Kommission der Provinz Sachsen, Ausgabe 12, 1888. Paul Böhme: Urkundenbuch des Klosters Pforte, 2 Bde.

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