Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, 1858 PDF

Zur Navigation springen Zur Suche springen Als zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, 1858 PDF Gottheiten werden Göttinnen und Götter der altarabischen Religion bezeichnet, die von den arabischen Stämmen verehrt wurden, bevor sie sich zum Islam bekannten. Bereits in der Sprache des Korans finden sich zwei Wörter, stets im Plural, für die Bezeichnung von Idolen: sanam, Pl.


Författare: Brockhaus Brockhaus.

Gottheiten gibt es heute nur wenige archäologisch und epigraphisch verwertbare Zeugnisse. Die Primärquellen zur Dokumentation altarabischer Gottheiten auf der Arabischen Halbinsel sind die Materialsammlungen der arabischen Epigraphik, die die Namen vieler Gottheiten verzeichnen, ohne aber über ihre Funktion und Stellung im religiösen Leben der Araber Verwertbares auszusagen. König der arabischen Qedar, den assyrischen König bittet, ihm seine Götterbilder zurückzusenden, die die Assyrer im Kriege erbeutet hatten. Die Götter sind Atarsamain, Dai, Nuhai, Ruldaiu, Abirilu und Atarquruma. Gottheiten und die mit ihnen verbundenen Sitten überwiegend nach mündlichen Überlieferungen seiner Zeit. Dieses Werk haben dann mehrere muslimische Historiker bis in das 13. Der deutsche Orientalist Julius Wellhausen hat in seinem heute noch maßgeblichen Werk Reste arabischen Heidentums die von Yaqut nach Ibn al-Kalbi zitierten Angaben zum vorislamischen Götzenkult ausgewertet und damit erstmals eine wertvolle Monographie über die altarabischen Gottheiten der vorislamischen Zeit vorgelegt.

Das Original blieb allerdings weiterhin verschollen. Privatsammlung eines algerischen Gelehrten zu stoßen und sie durch Kauf zu erwerben. Die bis dahin unbekannte Handschrift stellte er auf dem Weltkongress der Orientalisten in Athen im Jahre 1912 erstmals der Öffentlichkeit vor. 49 weitere Idole auf, die bei Ibn al-Kalbi nicht erwähnt sind.

Eine originalgetreue Neuausgabe als Nachdruck dieses Werkes besorgte die Orientalistin Rosa Klinke-Rosenberger mit einer deutschen Übersetzung und einem reichhaltigen Kommentar: Das Götzenbuch. Wahib Atallah hat das Buch ins Französische übersetzt und kommentiert: Les Idoles de Hicham Ibn al-Kalbi. Die frühen Exzerpte aus Ibn al-Kalbis Werk in den Schriften arabischer Geneologen des 11. Werk, das heute wegen seiner Bedeutung zu den bibliographischen Raritäten im Orient zählt. Zweifelsfrei stellt das Götzenbuch des Ibn al-Kalbi eine religionsgeschichtlich wertvolle Quelle dar. In der historisch bedeutsamen Epoche des Übergangs von der Dschāhilīya zum Islam im 7.

Ein weiteres Werk aus dem 9. Jahrhundert dürfte den vorislamischen Götzenkult, wie der Buchtitel darauf schließen lässt, ebenfalls sehr detailliert behandelt haben. Die Sira von Ibn Ishāq ist das älteste Werk zur Darstellung des Lebens von Mohammed. Diese Berichte konzentrieren sich vor allem auf Erzählungen über die Vernichtung vorislamischer Gottheiten in Mekka und dessen Umgebung nach der Eroberung der Stadt im Januar 630. Vor allem at-Tabarī in seiner berühmten und umfassenden annalistischen Geschichte des Islams zitiert Nachrichten in der Überlieferung seiner Vorgänger über den Götzenkult der vorislamischen Araber. Sein Werk liegt heute in englischer Übersetzung vor. Andere Kompilatoren wie al-Balādhurī im 3.

Berichte über die Idole der Medinenser am Vorabend des Islam nach älteren Quellen aus der Stadtgeschichte Medinas, die Ibn al-Kalbi offenbar nicht bekannt gewesen sind. Er nennt die Namen von Idolen, die bei den Stämmen der Aus und Chazradsch und in ihren Unterstämmen verehrt worden sind. Da die Arabische Halbinsel, mit Ausnahme Südarabiens, archäologisch kaum erschlossen ist und die Idole beim Aufkommen des Islam schon in der Zeit Mohammeds vernichtet worden sind, kann die Entstehung des Götzenkultes nur anhand legendenhafter Berichte aus der Feder islamischer Geneologen, vor allem Ibn al-Kalbi und Ibn Ishaq aufgezeigt werden. Segen und Rechtleitung für die Menschen in aller Welt. In ihm liegen klare Zeichen vor. Abraham und Ismael gegründete Monotheismus von den Arabern selbst verfälscht und in die Anbetung von Idolen umgewandelt worden. Hierfür macht die islamische Geschichtsschreibung einen gewissen ‚Amr b.

Luhaiy vom Stamme der Khuza’a verantwortlich, dessen Identität und Historizität allerdings nicht nachprüfbar sind. Quelle oder ein Brunnen befand, in denen kein Baum gefällt und kein Tier getötet werden durfte. Tiere, die in einem solchen Bezirk weideten, verfielen der Gottheit. Die Araber besaßen staubfarbige Steine, die sie aufgestellt hatten.

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