Weltbürgertum und Kosmopolitisierung PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Ulrich Beck wuchs weltbürgertum und Kosmopolitisierung PDF Hannover auf.


Författare: Benedikt Widmaier.
Unter Rückgriff auf Immanuel Kant und die Rezeption des angelsächsischen Diskurses über Kosmopolitismus ist in den letzten Jahren versucht worden, einen modernisierten Begriff des Weltbürgers in die öffentlichen politischen Debatten einzubringen. Vor diesem Hintergrund wird im vorliegenden Band interdisziplinär und kontrovers diskutiert, ob der Weltbürger ein angemessenes Bürgerleitbild für die globalisierte Welt ist.
Dieser interdisziplinäre Diskurs zwischen Soziologen, Politikwissenschaftlern, Theologen, Philosophen, Historikern, Pädagogen, Musikwissenschaftlern und Politikdidaktikern über Weltbürgertum liefert neue Anstöße für eine zeitgemäße Theorie und Praxis der Politischen Bildung in weltbürgerlicher Absicht.
In Abgrenzung zu einer ausschließlich wirtschaftlich gedachten Globalisierung sollen damit mögliche Perspektiven einer politischen und gesellschaftlichen Kosmopolitisierung erörtert werden. Auch in Zeiten der Globalisierung brauchen mündige Bürger Handlungsfelder der aktiven politischen Partizipation. Für eine Weiterentwicklung der Politischen Bildung stecken die Beiträge neue Herausforderungen und Perspektiven ab.

Nach dem Abitur nahm er zunächst in Freiburg im Breisgau ein Studium der Rechtswissenschaften auf. Professuren hatte Beck von 1979 bis 1981 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und von 1981 bis 1992 in Bamberg inne. Beck war Mitglied des Kuratoriums am Jüdischen Zentrum München und des deutschen PEN. Im März 2011 wurde er Mitglied der Ethikkommission für sichere Energieversorgung. Januar 2015 im Alter von 70 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts.

Er ist auf dem Münchner Nordfriedhof beerdigt. Zum Gegenstand von Becks Forschungen, Publikationen und politischen Initiativen wurden hauptsächlich länderübergreifende und weltumspannende soziologische Zusammenhänge. Im Erscheinungsjahr von Ulrich Becks Studie Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne kam es am 26. Beim Erdbeben von Lissabon im Jahre 1755 hatte die Welt aufgestöhnt. Deutlich unterscheidet Beck zwischen Risiko und Katastrophe. Risiko schließt demnach die Antizipation zukünftiger Katastrophen in der Gegenwart ein.

Grundgedanken aus, dass der Siegeszug der industriellen Moderne über den Erdball Nebenfolgen erzeugt, die die institutionellen Grundlagen und Koordinaten der nationalstaatlichen Moderne infrage stellen, verändern, für politisches Handeln öffnen. Reflexive Modernisierung geht laut Beck einher mit Formen der Individualisierung sozialer Ungleichheit. Becks Theorie reflexiver Modernisierung zielt auf übergreifende Wechselwirkungen und Zusammenhänge, auch in wissenschaftstheoretischer Hinsicht. Rationalität und Irrationalität sind nie nur eine Frage der Gegenwart und Vergangenheit, sondern auch der möglichen Zukunft. Soziologie hinaus trat Beck dafür ein, nicht in den herkömmlichen Forschungsansätzen und -theorien zu verharren. Wandel auch im Lichte geeigneter soziologischer Theorieaspekte zu erforschen.

Erkenntnis- und Veränderungsmonopole werden ausdifferenziert, wandern aus den vorgesehenen Orten ab und werden in einem bestimmten, veränderbaren Sinn allgemein verfügbar. Im Sinne einer reflexiven Verwissenschaftlichung und subpolitischen Kontrolle setzte Beck u. Nur dort, wo Medizin gegen Medizin, Atomphysik gegen Atomphysik, Humangenetik gegen Humangenetik, Informationstechnik gegen Informationstechnik steht, kann nach außen hin übersehbar und beurteilbar werden, welche Zukunft hier in der Retorte ist. Urteil der Experten und Gegenexperten abhänge oder ob man mit der kulturell hergestellten Wahrnehmbarkeit der Gefahren die individuelle Urteilskompetenz zurückgewinne. Widerstand der etablierten Parteien im Westen, gegen den Spitzel- und Überwachungsapparat der Staatsmacht durch die seinerzeitigen Widerstandsformen und Straßendemonstrationen im Osten Europas. Solche Ansätze und Formen der Gesellschaftsgestaltung von unten bezeichnet er als Subpolitik.

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