Wässerwiesen PDF

Die Gemeinde Marthalen umfasst auf einer Fläche von 1’wässerwiesen PDF Hektar die Dörfer Marthalen und Ellikon am Rhein sowie die Weiler Niedermarthalen und Radhof. Mehr als ein Drittel der Fläche, nämlich 540 Hektar, sind von Wald bedeckt. Eine hoch entwickelte Landwirtschaft mit vorherrschendem Ackerbau prägt die Gemeinde.


Författare: .
In der Landschaft zwischen Kraichgau und Hardt – speziell an der Pfinz, am Saalbach und am Kraichbach – haben bewässerte Wiesen eine jahrhundertelange Tradition. Vor wenigen Jahrzehnten in unserer Region noch praktiziert, ist die Wiesenwässerung heute jedoch schon fast vergessen. Sie war in den Zeiten, in denen die Landwirtschaft noch eine lebensnotwendige Rolle für die Bevölkerung spielte, ein wichtiger Faktor zur Ertragssteigerung, da mit dem nährstoffhaltigen Wasser der Bäche notwendiger Dünger geliefert wurde.
Das erstaunlich vielschichtige Thema wird durch umfassende, spannend zu lesende Beiträge mit teilweise erstveröffentlichtem Bild- und Kartenmaterial sowohl für heimatkundlich und historisch Interessierte, als auch für Naturwissenschaftler erschlossen.
Dieses Buch gehört nach dem „Hohlwege“-Buch als zweiter Band zu einer Reihe über die Naturgeschichte des Landkreises Karlsruhe.

Rund 2000 Einwohner wohnen in der Gemeinde, davon etwa 100 in Ellikon. Mitglieder einer anderen Glaubensgemeinschaft oder konfessionslos. Daneben gibt es zwei Musikvereine, den Posaunenchor und den Musikverein Helvetia, ferner einen Kirchenchor sowie eine Guggenmusik. Funde zeigen, dass die Gegend wohl bereits in der Stein- und Bronzezeit besiedelt war. Im Ortsteil Unterwil wurde im 17. Marthalen und Ellikon wurden als Martella und Eleeninchova erstmals 858 im Zusammenhang mit der Übergabe von Besitzungen an den Grossgrundbesitzer Wolvene durch König Ludwig dem Deutschen, der diese seinerseits dem Kloster Rheinau vergabte, erwähnt.

Daneben verfügten die Bauern über Wässerwiesen mit einem Kanalsystem, das bis in die 1950er Jahre erhalten blieb. Der Bahnhof Marthalen wurde ins Gebiet Fleudenbüel südlich der Ruedelfingerstrasse verlegt. Dadurch können seit Dezember 2014 auch 200 Meter lange Doppelstock-Züge der S-Bahn halten. Der Bahnhof entwickelt sich zu einem immer wichtigeren Verkehrsknotenpunkt. Von 5:30 Uhr bis 0:30 Uhr verkehren mindestens zwei Züge pro Stunde und Richtung der S33. Schon seit den 1990er Jahren gilt das Zürcher Weinland aufgrund seiner Opalinuston-Gesteinsschichten im geologischen Untergrund als möglicher Standort für ein Endlager von radioaktiven Abfällen. Die Oberflächen-Anlagen für das Lager befänden sich auf dem Gebiet der Gemeinden Rheinau ZH und Marthalen.

This entry was posted in Fachbücher. Bookmark the permalink.