Unbesungene Helden PDF

Zum Teil bestand die Hilfe im Beschaffen von falschen Papieren und Lebensmittelkarten. Die unbesungene Helden PDF von ihnen innerhalb der deutschen Grenzen. Berlin erlebt, wenn die Flucht überhaupt gelang.


Författare: Dennis Riffel.
Angeregt durch das 1957 erschienene Buch "Die unbesungenen Helden" des Publizisten Kurt Grossmann rief 1958 der damalige Westberliner Innensenator Joachim Lipschitz eine Initiative ins Leben, in deren Verlauf bis 1966 insgesamt 760 Menschen vom Berliner Senat geehrt und bei Bedürftigkeit finanziell unterstützt wurden. Sie hatten während der NS-Zeit Verfolgte, in den meisten Fällen Jüdinnen und Juden, unterstützt, versteckt und verpflegt. Die Ehrungen waren die erste öffentliche Würdigung für diesen Personenkreis, der sonst in der Erinnerungskultur der Nachkriegszeit nicht vorkam.

Die beiden Begriffe Judenretter und Judenhelfer unterscheiden sich inhaltlich nur wenig. Bei Judenretter schwingt der Erfolg der Handlung mit, der beim Wort Judenhelfer nicht unbedingt eingeschlossen ist. Was ich Ihnen und Ihren Freunden tun konnte und durfte, war nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern noch viel zu wenig, gemessen an der entsetzlichen Lage, in der sie sich alle damals befanden. Vorausgegangen war bis 1938 die immer existenzbedrohender werdende Verfolgung von als jüdisch bezeichneten Deutschen seit dem Judenboykott vom 1. 400 Menschen kamen in den Tagen danach zu Tode und vermutlich mehrere Hundert Verfolgte nahmen sich aus Furcht vor dieser Entwicklung selbst das Leben. Untertauchen von als Juden verfolgten Bewohnern aus dem gewohnten Leben in der Öffentlichkeit zur Rettung vor der drohenden Deportation führte zu der Bezeichnung, dass die Flüchtigen wie ein U-Boot leben. Ohne Unterkunft konnte sich ein derart auf der Flucht Lebender kaum längere Zeit verbergen.

Mitgeführte Gepäckstücke würden bei Kontrollen auf der Straße sofort einen Verdacht erregen. Ein längerer Aufenthalt in einer Gaststätte, Bibliothek oder einem Kino konnte Nachfragen zur Identität auslösen. Dieses Untertauchen einer Person in einem von Kriegswirtschaft geprägten Land über viele Wochen und Monate war sehr schwierig. Ohne gültige Papiere konnte ein angebliches Untermietverhältnis nicht legalisiert werden. Gefälschte Ausweispapiere oder verfälschte Dienstausweise waren für die Flüchtigen ohne Beziehung kaum zu beschaffen.

Ein zufälliges Zusammentreffen mit Personen, die vom Verschwinden wussten und die zugleich potentielle Unterstützer der Naziregierung waren, musste möglichst vermieden werden. Die Gestapo versuchte gezielt Spitzel in solche Netzwerke einzuschleusen. In Berlin wurde ab Februar 1943 u. Für Helfer wie Untergetauchte waren die beengten Wohnverhältnisse, die knappen Lebensmittel und die Angst vor der Entdeckung eine schwer erträgliche Belastung.

Häufig mussten neue Helfer gesucht und Ausweichquartiere gefunden werden. Person bis zu zehn, bisweilen auch erheblich mehr, nichtjüdische Helfer aktiv wurden, um das Überleben im Untergrund zu ermöglichen. Entgegen einer früheren Hypothese, dass allen Helfern idealtypisch eine altruistische Persönlichkeitsstruktur eigen sei, lassen sich in der Schilderung konkreter Fälle, evtl. Gelegentlich bildeten sich kleine konspirative Netzwerke von Helfenden. Solche Netzwerke sind zum Teil aus den verfolgten politischen Parteien und Organisationen heraus entstanden oder aus christlichen Gruppierungen. Nach unsicheren Schätzungen tauchten zwischen 1941 und Kriegsende 10.

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