Seminar: Abweichendes Verhalten II PDF

Wie bin ich geworden, wer ich bin? Seminar: Abweichendes Verhalten II PDF Toprak ist Professor für Erziehungswissenschaften an der Dortmunder Fachhochschule. Debattenbeitrag Unabhängig von nationaler und kultureller Herkunft diskriminieren in bestimmten Kontexten die Mehrheiten die Minderheiten, sagt Ahmet Toprak. Aber um solche Phänomene zu diskutieren, sei der Begriff „Deutschenfeindlichkeit“ ungeeignet, weil er die Gräben zwischen Mehrheitsgesellschaft und Migranten vertiefe.


Författare: Klaus Lüderssen.
Die Isolierung der Rechtswissenschaft von (anderen) Sozialwissenschaften stößt zunehmend auf Kritik. Relativ weit vorgeschritten ist die sozialwissenschaftliche und praxisbezogene Arbeit auf dem Gebiet der Kriminalpolitik. Die Erklärungen, die für "abweichendes Verhalten" gegeben werden, und die Reaktionen darauf offenbaren zugleich besonders deutlich, welches Verhältnis eine Gesellschaft ganz allgemein zu den Normen hat, die sie hervorbringt und die sie beherrschen.

Seit einiger Zeit wird immer wieder das Phänomen der „Deutschenfeindlichkeit“ beklagt, besonders an Schulen mit einem hohen Anteil türkischer oder arabischer Schülerschaft. In der Mitgliederzeitschrift der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft in Berlin wurde im Jahre 2009 ein Artikel von Posor und Meyer veröffentlicht, der die Diskussion ins Rollen brachte und sehr schnell von konservativen Politikern und Rechten vereinnahmt wurde. Studien nicht abgefragt, wohl aber allgemeine Vorurteile gegenüber anderen Gruppen oder Ethnien. In der Tat geben Jugendliche mit türkischem oder arabischem Migrationshintergrund an, gegenüber deutschen Jugendlichen und Familien Vorurteile zu haben. Meinung, die von Vorurteilen und Stereotypen geprägt ist. Auch wenn hier eine gewisse „Deutschenfeindlichkeit“ zu spüren ist, fallen zwei wichtige Erkenntnisse ins Auge.

Hier spricht ein Vertreter einer Gruppe, die kaum Kontakte zu Deutschen hat. Auch in einer repräsentativen Befragung von Jugendlichen des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen von Baier u. Gruppe der türkischen Jugendlichen häufiger von Übergriffen auf einheimische Deutsche. Hier zeigen sich Probleme zwischen der deutschen Mehrheitsgesellschaft und den türkischen Migranten. An dieser Stelle möchte ich auf die Vielfältigkeit von Ursachen im Hinblick auf eine sogenannte „Deutschenfeindlichkeit“ verweisen und deutlich hervorheben, dass insbesondere soziale und wirtschaftliche Schwierigkeiten von jungen Migranten türkischer oder arabischer Abstammung abweichendes Verhalten begünstigen. Dieses Verhalten „Deutschenfeindlichkeit“ zu nennen, kommt den benannten Ursachen und Erklärungen noch nicht mal ansatzweise nah. Der Begriff ist aus meiner Sicht nicht zu gebrauchen, weil die autochthonen Deutschen nicht per se aufgrund ihrer Ethnie ausgeschlossen oder abgelehnt werden, sondern weil sie emotional die Gruppe der Mehrheitsgesellschaft bilden.

Wie schon ausgeführt: Minderheiten werden dort benachteiligt, wo sie auf Mehrheiten treffen. Dass Probleme von Jugendlichen und Heranwachsenden mannigfaltig sind, ist hinlänglich bekannt. Migrationshintergrund müssen zum einen an den sozialen Problemen allgemein ansetzen. Zum anderen müssen sie spezifische pädagogische und politische Ansätze im Umgang mit den Jugendlichen und ihren Familien berücksichtigen. Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt. Erster Forschungsbericht zum gemeinsamen Forschungsprojekt des Bundesministeriums des Innern und des KFN. Kinder und Jugendliche in Deutschland: Gewalterfahrung, Integration, Medienkonsum.

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. Videos finden sich direkt bei den Abbildungen. Hegemoniale Identitätspolitik als „entscheidende Politikform“ in den USA. Minderheitengeschichte als historische Subdisziplin in Deutschland. Welche Gefahr geht vom Rechtsextremismus aus? Initiativenblog Welche Konzepte gegen die extreme Rechte sowie gegen Rassismus, Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Abwertungen gibt es?

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