Rotarmisten in deutscher Hand PDF

Dieser Artikel behandelt die Armee der Sowjetunion. Bezeichnung für das Heer und die Luftstreitkräfte Sowjetrusslands bzw. Die Rote Armee wurde durch einen Beschluss des Rates der Volkskommissare am 15. Rangabzeichen oder rotarmisten in deutscher Hand PDF Hervorhebung einzelner Funktionsträger.


Författare: Pavel Polian.
Kriegsgefangene Rotarmisten waren mit rund 3 Millionen Toten die zweitgrößte Opfergruppe des Nationalsozialismus. Trotzdem wurde ihr Schicksal im Westen lange ignoriert. Mehr noch, es ist bis heute im gesellschaftlichen Bewusstsein kaum präsent. In der eigenen Heimat waren die Überlebenden zudem als angebliche »Vaterlandsverräter« verfemt; erst in den letzten Jahren konnten sie Stalins Schatten entkommen. Der vorliegende Band dokumentiert erstmals ausführlich auf der Basis deutscher und russischer Quellen das Schicksal der »Opfer zweier Diktaturen«.
Die Behandlung sowjetischer Kriegsgefangener war eines der größten deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. Ideologische Prämissen und entgrenztes militärisches Zweckdenken schufen die Rahmenbedingungen so-wohl für Mordprogramme an einzelnen Gefangenengruppen als auch für das frühe, beispiellose Massensterben in deutscher Hand. Schon bald setzte die deutsche Führung angesichts des kriegswirtschaftlichen Personalbedarfs zunehmend auf die Ausbeutung der Arbeitskraft der Überlebenden. Der Umgang mit den Kriegsgefangenen blieb indes vom Glauben an eine vermeintliche deutsche Höherwertigkeit und an eine letztlich beliebige Verfügbarkeit der Gefangenen geprägt. Ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen blieben extrem schlecht, die Sterblichkeit exorbitant hoch. Darüber hinaus waren gerade sie weiterhin dem Zugriff von SS und Gestapo ausgesetzt. Der Heimatstaat der Rotarmisten gab die Gefangenen bereits im Juni 1941 auf und verzichtete auf jeden Versuch, deren Schicksal hinter deutschem Stacheldraht positiv zu beeinflussen. Stalin wollte durch unbarmherzige Härte die zunächst schwankende Front stabilisieren und eigene Fehler vertuschen. Dieses Kalkül paarte sich mit Verfolgungswahn, ideologischen Zerrbildern sowie mit außen- und gesellschaftspolitischen Nachkriegsprogrammen. Gefangene, die die deutschen Lager nur mit knapper Not überlebt hatten, wurden als potentielle Deserteure, Verräter, Kollaborateure oder Spione diffamiert und rigiden Überprüfungen unterworfen. Die staatliche Politik vergiftete langfristig das gesellschaftliche Klima für die Heimkehrer. Der Prozess der Reintegration und rechtlich-moralischen Rehabilitierung ist bis heute nicht abgeschlossen. Auch Deutschland tut sich schwer mit der Anerkennung des vergangenen Unrechts. Der vorliegende Band vermittelt erstmals einen präzisen Einblick in mehrschichtige deutsche wie sowjetische Entscheidungsprozesse und Motive, ohne die Opfer aus dem Blick zu verlieren. Auf diese Weise bietet das Werk eine profunde und plastische Aufarbeitung der viel zu lange vernachlässigten Tragödie sowjetischer Kriegsgefangener.

Dadurch sollte das Ideal der Gleichheit aller Menschen betont werden. Kommandierende wurden demokratisch gewählt, und die Befehle der Offiziere konnten durch die Untergebenen diskutiert und abgelehnt werden. Um die militärische Effizienz zu steigern, wurde dieses System kurz nach der Gründung der Roten Armee von Kriegskommissar Trotzki mit Unterstützung des Politbüros aufgehoben. Die Kommandeure wurden jetzt wieder von oben ernannt und nicht mehr gewählt. Wegen des Mangels an Offizieren vor allem in höheren Kommandofunktionen wurden anfangs auf freiwilliger Basis Generale und Offiziere der zaristischen Armee gewonnen. Er besaß die Autorität, Befehle von Kommandeuren aufzuheben, die gegen die Prinzipien der KPdSU verstießen.

Mit der Einführung der Wehrpflicht wurden weitere Generale und Offiziere einberufen, darunter solche, die bereits kurzzeitig in der Weißen Armee gedient hatten. Am Ende des Bürgerkriegs dienten rund 75. 000 ehemalige zaristische Generale und Offiziere in der Roten Armee, von denen rund 15. 000 von der Weißen Armee kamen.

Unter der Leitung des Volkskommissars für Armee und Flotte, Michail W. Im Kaukasus und in Zentralasien wurden auch territoriale Truppenteile aus ortsansässigen Bevölkerungsgruppen gebildet. Nach dem Abschluss des Vertrages von Rapallo gab es zwischen den Weltkriegen eine deutsch-sowjetische Zusammenarbeit auf militärischem Gebiet. Das betraf vor allem die Luftwaffe und Panzertruppe, deren Besitz dem Deutschen Reich verboten war. In der 1927 gegründeten Massenorganisation OSSOAWIACHIM wurde die sowjetische Jugend paramilitärisch geschult.

Die ursprünglich als Erbe des Zarismus abgeschafften Berufsoffiziere wurden 1935 wieder eingeführt. Den Generalstab bildeten zumeist Offiziere mit Erfahrungen aus dem Bürgerkrieg. Die Friedensstärke der sowjetischen Streitkräfte lag Ende der 1920er Jahre bei etwa 700. 000 Mann und wuchs bis 1933 auf mehr als eine Million an.

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