Raum und Körper in der zweiten Antinomie der Kritik der reinen Vernunft Kants PDF

Als Deutscher Raum und Körper in der zweiten Antinomie der Kritik der reinen Vernunft Kants PDF wird die Epoche der deutschen Philosophie von Kant bis zu Hegel und zum Spätwerk Schellings bezeichnet. Der Deutsche Idealismus war um die Wende des 18. In Auseinandersetzung mit den von Kant in der Kritik der reinen Vernunft aufgeworfenen Problemen entstand eine Fülle sich abwechselnder Systementwürfe, wobei die Werke von Johann Gottlieb Fichte, Hegel und Friedrich Wilhelm Joseph Schelling eine zentrale Stellung einnehmen.


Författare: Frank Höselbarth.
«Eine jede zusammengesetzte Substanz in der Welt besteht aus einfachen Teilen.» Diese Thesis der zweiten Antinomie legt einen metaphysisch-dogmatischen Finitismus im Teilungsregress zugrunde. Auch die Infinitätsdoktrin der Antithesis ist unwahr; Totalität in Ansehung der Teilung eines Körpers gilt nur als regulatives Prinzip und Postulat der reinen Vernunft. Diese traditionelle Auflösung der kosmologischen Idee von der Totalität der Teilung eines gegebenen Ganzen in der Anschauung verfehlt aber die Eigentümlichkeit der zweiten Antinomie. Jene kommt erst dort zum Vorschein, wo das Verhältnis von Thesis und Antithesis als Aporie zueinander kontradiktorischer Methoden zur Bestimmung des Verhältnisses von Raumganzen und Körperganzen interpretiert wird.

Der Terminus Deutscher Idealismus wurde von seinen Vertretern nicht verwendet. Bedeutung tauchte der Begriff erst ab den 1860er Jahren auf. Der Begriff ist bis heute nicht unumstritten, da er die Vorstellung einer Einheitlichkeit oder eines Aufeinander-Folgens innerhalb dieser Denkbewegung in den Vordergrund stellt und dabei die Konflikte zwischen ihren Vertretern in den Hintergrund rückt. Erscheinung, sondern interagierte mit den Philosophien anderer nationaler Kulturen auf unterschiedlichste Weise. Strittig ist die Stellung von Immanuel Kant und Friedrich Wilhelm Joseph Schelling innerhalb dieser Epoche.

Bisweilen werden die vertretenen Varianten des Idealismus in einen kritischen und einen spekulativen Idealismus unterschieden. Zur ersteren Variante werden die Philosophien Kants, des frühen Fichtes und frühen Schelling gezählt, zur letzteren die Spätphilosophien Fichtes und Schellings und die gesamte Philosophie Hegels. Die Philosophie Kants ist der Anknüpfungspunkt für die Philosophie des Deutschen Idealismus. Kant hatte in der Kritik der reinen Vernunft Anschauung und Denken als die zwei Stämme der Erkenntnis angegeben.

Die Frage nach ihrer gemeinsamen Wurzel wurde von ihm offengelassen. Die theoretische Vernunft blieb auf den Bereich möglicher Erfahrung und bloßer Erscheinung beschränkt. Metaphysik als Wissenschaft war demzufolge nicht möglich. Die zentrale Hinterlassenschaft Kants war das ungeklärte Verhältnis von Subjekt und Objekt. Einsicht war, dass nicht unsere Erkenntnis sich nach den Gegenständen, sondern umgekehrt die Gegenstände sich nach der Erkenntnis richten. Kants Theorie der Erkenntnis knüpft an den britischen Empirismus, den kontinentalen Rationalismus und sensualistisch-materialistische Theorien der französischen Aufklärung an. Seine zentrale Fragestellung ist, wie apriorische Erkenntnis und objektives Wissen bzw.

Die Theorie von Raum und Zeit als notwendige Formen der Anschauung. Dingen an sich, sondern sind Zuschreibungen erkennender Subjekte. Die transzendentale Deduktion der Kategorien als Bedingungen der Möglichkeit der Erfahrung. Vorstellungen und stellt die Bedingung der Möglichkeit der Einheit des Selbstbewusstseins dar. Die Lehre vom Schematismus, in der das Verhältnis zwischen Kategorien, reinen Anschauungen und in der Anschauung gegebenen Sinnesdaten bestimmt wird. Auflösung von Kants Dualität von Denken und objektiver Welt. Varianten von 1794 bis 1813 in seiner Wissenschaftslehre einen Systemansatz aus, in dem er eine monistische, subjekt-zentrierte Konzeption des Wissens entwickelt.

Fichte sieht zwei Erklärungssysteme in Konkurrenz zueinander: den Idealismus und den Dogmatismus. In ihr verwirft er die These Kants von der Unerreichbarkeit des Dings an sich. Er entwickelt eine Prozesstheorie der Geschichte der Vernunft und des Absoluten, die er als Selbstentfaltung der Idee versteht. In ihm ist die Trennung von Subjekt und Objekt aufgehoben. Die verschiedenen individuellen Formen des Bewusstseins haben für Hegel auch geschichtliche Entsprechungen.

Zu den wesentlichen Problemstellungen des Deutschen Idealismus gehören die Fragen nach dem Wesen und der Leistungsfähigkeit der menschlichen Vernunft und ihrem Verhältnis zum Absoluten. Auf diesem Felde zeigt sich besonders deutlich die Wende von einem kritischen zu einem spekulativen Idealismus. Der Deutsche Idealismus unterscheidet die beiden Erkenntnisvermögen Vernunft und Verstand. Das Grundanliegen Kants war die Rechtfertigung synthetischer Urteile a priori. Für ihn stammen diese in der Mathematik aus der reinen Anschauung von Raum und Zeit, die selber ihren Ursprung nicht in der Erfahrung hat, sondern diese erst ermöglicht. Erfahrung beruht auf einer synthetischen Einheit der Erscheinungen. Bedingung der Möglichkeit von Erfahrung überhaupt.

Sie sollen die vielfältigen Verstandesoperationen auf drei letzte übergeordnete Einheitspunkte ausrichten. Eine entscheidende Funktion nehmen die transzendentalen Ideen bei Kant allerdings für die praktische Vernunft ein. Sittlichkeit und Glückseligkeit dar und muss daher postuliert werden. Für Fichte stellt in den frühen Versionen seiner Wissenschaftslehre das Ich etwas Absolutes dar.

Fichte versucht, aus diesem unhintergehbaren Prinzip drei erste Grundsätze abzuleiten. Dieses kann letztlich nur durch das Wissen des Ich um seine eigene Identität verstanden werden. Diesem Satz liegt die Einsicht zugrunde, dass das Ich immer schon einem Nicht-Ich entgegensetzt ist. Der dritte Grundsatz soll eine Vermittlung zwischen den ersten beiden Sätzen leisten. Diese Vermittlung ist nach Fichte deshalb erforderlich, weil auch der Satz der Entgegensetzung durch das Ich gesetzt ist, so dass Ich und Nicht-Ich gleichermaßen im Ich gesetzt sind. Fichte hatte die Natur bloß als eine Summe von Empfindungen betrachtet, die immer auf das Ich bezogen werden. Schelling will Ich und Natur, Subjekt und Objekt als zwei gleichwertige Pole retten.

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