Radikale und gemäßigte Geißler PDF

Dies ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel. Seit der Antike bezeichnet er eine Übungspraxis im Rahmen von Selbstschulung aus religiöser oder philosophischer Radikale und gemäßigte Geißler PDF. Eine asketische Schulung beinhaltet Disziplinierung sowohl hinsichtlich des Denkens und Wollens als auch hinsichtlich des Verhaltens. Vermeiden von allem, was nach der Überzeugung des Asketen der Erreichung seines Ziels im Wege steht.


Författare: Maximilian Koskull.
Büßerzüge von reuigen Sündern zogen im 14. Jahrhundert von Stadt zu Stadt, nachdem die Pest, 1346 in Zentralasien ausgebrochen, sich nun über ganz Europa ausbreitete. Gottes Strafgericht sollte durch Selbstgeißelung gemildert und der drohende Weltuntergang abgewendet werden. Das Phänomen der Geißlerzüge ist jedoch nicht homogen, insbesondere was dessen Haltung zum Klerus angeht. So steht einer radikalen, antiklerikalen Haltung im thüringischen Raum eine gemäßigt-kooperative im oberrheinischen und niederländischen Gebiet gegenüber. Welche Faktoren bedingten diese Gegensätze und begünstigen eine Radikalisierung der Gruppen? Maximilian Koskull wendet die Modes of Religiosity -Theorie des englischen Ethnologen Harvey Whitehouse auf die spätmittelalterlichen Geißlerzüge an. Das Besondere der Theorie ist die Einbeziehung kognitionspsychologischer Erkenntnisse, der komplexen Mechanismen menschlichen Denkens, in die Untersuchung. Koskulls Arbeit versteht sich als Beitrag zur kognitiven Historiographie und stellt die Geschichte der Geißler in neuem Licht dar.

Im heutigen Sprachgebrauch werden die Wörter Askese, asketisch und Asket verwendet, wenn eine freiwillige Enthaltsamkeit zwecks Erreichung eines als höherwertig geltenden Ziels praktiziert wird. Dabei können religiöse oder philosophische Motive in den Hintergrund treten oder ganz entfallen. Analysen in der Philosophie des 20. In der Religionswissenschaft fallen zahlreiche Praktiken der Selbstkontrolle und des Verzichts unter den Begriff der Askese. Als Asketen bezeichnet man Menschen, die sich einer von dauerhaft ausgewählten Askesepraktiken bestimmten Lebensform verschrieben haben.

Viele Asketen haben Texte verfasst, in denen ihre Lebensweise dargestellt wird, oft idealisierend und werbend. Die Aspekte der Freiwilligkeit und des bewusst angestrebten übergeordneten Ziels gehören zumindest theoretisch immer dazu. Daher gilt jemand, der unter dem Zwang äußerer Umstände wie Nahrungsmittelknappheit und Armut ein bescheidenes, genussarmes Leben führt, nicht als Asket. Allerdings ist Askese oft ein Bestandteil strikter religiöser oder sozialer Normen, die für Angehörige bestimmter Gruppen oder in manchen Fällen für alle Gläubigen verbindlich sind. Schmerzen und Verwundungen, die der Asket sich selbst zufügt, als Sonderform der Askese. Die Gründe für Askese sind vielfältig.

Ein Motiv ist eine fundamental kritische Einstellung zur Welt. Welt wird zwar nicht in allen asketisch orientierten Systemen als absolut schlecht eingestuft, doch gilt sie gewöhnlich als bedrohlich, fragwürdig und von Natur aus sehr mangelhaft. Askese kommt in vielen Varianten und Abstufungen von gemäßigt bis radikal vor. Dementsprechend schwankt auch das Ausmaß der Skepsis gegenüber dem Genuss. Radikale Asketen beurteilen sinnlichen Genuss grundsätzlich negativ.

Sie meinen, er sei mit ihren philosophischen oder religiösen Zielen von Natur aus unvereinbar und schaffe nur unerwünschte Abhängigkeiten. Daher wollen sie die darauf gerichteten Begierden möglichst restlos ausrotten. In den älteren Schriften der vedischen Religion, die sich ab der Mitte des 2. Einwanderung der Arier ausbildete, kommt Askese nur vereinzelt vor. In den Upanishaden, deren Abfassung in der ersten Hälfte des 1. Asketen genießen in der hinduistischen Gesellschaft traditionell hohen Respekt. Der Begründer des Buddhismus, Siddhartha Gautama, der nach heutigem Forschungsstand im späten 5.

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