Nur über deine Leiche PDF

Spielfilm des südkoreanischen Filmemachers Nur über deine Leiche PDF Ki-duk aus dem Jahr 2012. Der von Kim als Kapitalismuskritik konzipierte Film, mit vielen Gewaltszenen und christlicher Symbolik, wurde am 4. September 2012 im Rahmen des Wettbewerbs der 69. Der Cheonggyecheon in der Innenstadt von Seoul.


Författare: Gina Greifenstein.
Johannes ist über vierzig und wohnt bei seiner Mutter Charlotte. Als er beginnt, sich über das Internet mit verschiedenen Frauen zu treffen, greift Charlotte ein. Schließlich will sie ihn nicht an die Falsche verlieren. So tanzen die Damen der Reihe nach an, zum Schwiegertochter-Casting bei Tee und Frankfurter Kranz – wenig später sind sie alle tot.
Die mysteriöse Unfallserie ruft schließlich die Polizei auf den Plan. Hauptkommissarin Katrin Neuner und ihr Kollege Mahler nehmen den Täter ins Visier: Die Spur führt zu einem Dating-Portal im Internet …

Eine Hochhaussiedlung bedroht auch das im Film vorgestellte Industrieviertel. Der alleinstehende Lee Kang-do arbeitet als Geldeintreiber für einen Kredithai in Seoul. Jeden Tag sucht der 30-jährige Mann die in der Innenstadt gelegenen heruntergekommenen Gewerbebetriebe am Fluss Cheonggyecheon auf. Eines Tages folgt Kang-do in Cheonggyecheon eine ältere, attraktive Frau Mitte 40. Wenig später klopft sie an seine Wohnungstür, tritt unvermittelt ein und beginnt sein Zuhause zu säubern. Sie wird von Kang-do hinausgeworfen, folgt ihm aber trotz Gewalt und Todesandrohung am nächsten Tag zu einem Auftrag. Die geheimnisvolle Frau namens Jang Mi-sun behauptet, seine Mutter zu sein, die ihn kurz nach der Geburt weggegeben hat.

Kang-do verändert sich durch das Zusammenleben mit Mi-sun und kann seiner Arbeit bald nicht mehr mitleidlos wie früher nachgehen. Bei einem seiner Streifzüge lässt er einen jungen Schuldner unversehrt, der seinem ungeborenen Kind eine bessere Zukunft bieten wollte. Der naive Handwerker, der unfreiwillig Kang-dos Eifersucht provoziert, verstümmelt sich daraufhin selbst an einer seiner Maschinen, um einen Teil der Versicherungssumme zu kassieren. Als Mi-sun plötzlich verschwindet, sucht Kang-do verzweifelt nach ihr. Er beginnt seine ehemaligen Opfer und auch seinen Arbeitgeber aufzusuchen, die ihm verdächtig erscheinen.

Opfer sind als Bettler auf der Straße geendet oder dem Alkohol verfallen. Mi-sun täuscht schließlich eine Entführung und Geiselnahme vor. Sie stürzt sich vor Kang-dos Augen von einem baufälligen Gebäude in den Tod, noch bevor sie von der Mutter eines früheren verkrüppelten Schuldners hinuntergestürzt werden kann. Als Kang-do Mi-suns Leichnam unter einer früher mit ihr gepflanzten Kiefer am Fluss begraben möchte, findet er die Leiche ihres wirklichen Sohnes.

Pieta, der im Vorspann explizit als 18. Unfall gegeben hatte, bei dem eine Schauspielerin fast zu Tode gekommen wäre. Traumatisiert und unter schweren Depressionen leidend, begann Kim drei Jahre lang ein Einsiedlerleben in den Bergen, abseits der Filmindustrie und anderer sozialer Kontakte, zu führen. Eigenen Angaben zufolge wollte Kim das Filmprojekt ursprünglich in Paris spielen lassen und Jude Law und Isabelle Huppert die Hauptrollen anvertrauen. Dieser Plan habe sich jedoch aufgrund der engen Zeitpläne der beiden Schauspieler zerschlagen. Kim drehte Pieta an realen Schauplätzen in Cheonggyecheon, wo er eigenen Angaben zufolge selbst seine Kindheit verbracht und in den Fabriken gearbeitet hat. Insgesamt lebte er 15 bis 20 Jahre dort.

Der heruntergekommene Stadtteil galt früher als ein Wahrzeichen des industriellen Aufschwungs Südkoreas. Als Vorbereitungszeit für den Dreh gab Kim zehn Tage an. Die Dreharbeiten selbst, die im Februar 2012 begannen, hätten 20 Tage, die Postproduktion 30 Tage angedauert. Mit Produktionskosten in Höhe von 150 Mio. Kim, der auch das Drehbuch schrieb, wollte seinen Film vor allem als Kapitalismuskritik verstanden wissen.

Pieta wurde nach seiner Uraufführung im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig am 4. September 2012 als Mitfavorit auf den Hauptpreis gehandelt. Kim Ki-duks Regiearbeit führte unter anderem in einer Abstimmung unter 23 Filmkritikern den Kritikenspiegel der täglichen Festival-Publikation Venezia News an. In Südkorea wurde Pieta von den beiden großen englischsprachigen Tageszeitungen The Korea Herald und The Korea Times unterschiedlich besprochen, wo der Film zwei Tage nach seiner Premiere in Venedig, am 6.

September 2012, in den Kinos startete, mit einer Freigabe ab 18 Jahren versehen. September erhöhte sich die Anzahl der südkoreanischen Kinos die Pieta zeigen von 150 auf 200. Am selben Tag gab das Korea Film Council bekannt, dass Kims Film in einer offiziellen Absatz-Rangliste nach verkauften Kinokarten mit einem Marktanteil von 12,3 Prozent auf Platz zwei käme. Einen Tag zuvor war bereits die in die Läden gekommene erste Auflage der Buchfassung ausverkauft.

Der Filmkritiker Kwak Young-jin schätzte eine mögliche Zuschauerzahl von mehr als einer Million in Südkorea für realistisch ein. Gleichzeitig hätten sich in letzter Zeit vermehrt Südkoreanerinnen in ihren 30ern und 40ern für Filme mit beunruhigenden Szenen geöffnet, was Pieta kommerziell helfen würde. Mitte September 2012 wählte eine Regierungskommission Pieta als offiziellen Kandidaten Südkoreas für eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film aus. Die deutschsprachige Fachkritik äußerte sich ebenfalls überwiegend positiv über Pieta. Tradition von Kims vorangegangenen Werken und gestand den beiden Hauptdarstellern Preischancen ein. Sie täuschen in ihrer Blutrünstigkeit darüber hinweg, dass Kim Ki-duk sonst nicht viel zu erzählen hat.

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