Nordische Mythologie PDF

Als Wiedergänger, auch in der Schreibweise Widergänger belegt, werden verschiedene Gespenstererscheinungen aus diversen Nordische Mythologie PDF bezeichnet. Die beiden Schreibweisen beziehen sich nicht auf unterschiedliche Erscheinungsformen.


Författare: Paul Herrmann.
Schillernde Gestalten bevölkern die Sagen und Märchen der skandinavischen Länder: Namen wie Freyja, Thor und Odin sind vielen ein Begriff. Doch was genau hat es mit den zahlreichen Göttern und Göttinnen, Hexen und Walküren, Elfen und Geistern, Riesen und Zwergen auf sich? Der große Altertumsforscher Paul Herrmann (1866-1930) nimmt uns mit auf eine Reise in die farbenfrohe, vielgestaltige Welt der nordgermanischen Mythen und führt uns den ganzen Facettenreichtum des nordischen Sagenschatzes lebendig vor Augen.

Der französische Mediävist Jean-Claude Schmitt, der mitteleuropäische Bildquellen aus dem 12. Jahrhundert untersucht hat, unterteilt Untote je nach Darstellungsweise in Wiedergänger, Lazarus-, Seelen- und Gespensttypen. In verschiedenen Teilen Deutschlands war bis ins frühe 20. Jahrhundert der Glaube verbreitet, dass Tote nach ihrem Tod trotzdem weiterlebten und einen unheilvollen Einfluss aus dem Grab heraus ausübten. Andere Untote stiegen dem Volksglauben nach aus den Gräbern und sprangen nächtlichen Wanderern auf den Rücken. Diesen Aufhocker, der auch verschiedene Gestalten annehmen konnte, zum Beispiel im Rheinland die des Werwolfs, musste der Mensch tragen, häufig bis zur Friedhofsmauer oder zu dem Ort, an dem der Leichnam begraben oder verscharrt war.

In den Sagas sind Wiedergänger in der Form des Draugrs ein häufiges Motiv. Im slawischen Volksglauben ist der Wiedergänger ein Untoter, ein Verstorbener, welcher seinem Sarg entsteigt und wieder unter die Lebenden geht. Sein Erscheinen wird nahezu immer mit Unheil und Tod in Verbindung gebracht, und er verursacht daher Angst und Schrecken. Oft hat der Wiedergänger noch etwas aus seinen Lebzeiten zu erledigen oder will Rache an seinem Mörder üben oder Ähnliches. Auch wenn der Tote zu sehr betrauert wird, hält ihn das vom endgültigen Übergang in das Jenseits ab.

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