(Neue) Medien und Kognition: Wie Online-Medien unser Denken beeinflussen PDF

Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität Jerusalem. 1971, als Eva Illouz (Neue) Medien und Kognition: Wie Online-Medien unser Denken beeinflussen PDF war, zog die Familie aus Marokko nach Frankreich.


Författare: Sandra Bernhofer.

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Medien / Kommunikation – Multimedia, Internet, neue Technologien, einseitig bedruckt, Note: 1,0, Universität Salzburg, Sprache: Deutsch, Abstract: EinleitungAnnähernd jeder Bereich unseres Lebens ist heute einem rapiden Wandel unterworfen – und das nachhaltiger denn je. Geschuldet ist dies wohl auch und vor allem den modernen (Kommunikations-)Technologien und den damit einhergehenden Veränderungen im menschlichen Kommunikationsverhalten. Medien und die sie ermöglichenden Technologien "katalysier[en] Veränderungen – Veränderungen in dem, was wir tun, und in unserer Denkweise" (Turkle 1984: 9).Ein solches Medium, das in einem nicht unerheblichen Zusammenhang mit diesen Veränderungen steht, ist das Internet – oder, um es korrekter auszudrücken: die einzelnen Medien, aus denen sich das Internet zusammensetzt. Das Internet ist in den vergangenen Jahren vermehrt aus seinem früheren Nischendasein herausgetreten und erreicht heute breite Bevölkerungsschichten. Diese Entwicklung wurde vor allem durch die benutzerfreundliche Hypermedialität des World Wide Web sowie "Web 2.0"-bezogene Tools (O’Reilly 2005: o.S.) begünstigt.Diese Veränderungen in der Wahrnehmung und Nutzung des Internets können nicht nur festgestellt, sondern auch bewertet werden. "Neben den ausdruckserweiternden und kreativitätsunterstützenden gibt es auch einschränkende und perspektivenverengende Momente, vor allem dort, wo man sich den Vorgaben des Mediums gedankenlos überlässt." (Schmitz 1995: 33)Allein deshalb scheint es gerechtfertigt, sich mit der Medien- bzw. Internetnutzung des Menschen differenzierter auseinanderzusetzen. Als Perspektive soll in der vorliegenden Arbeit die neurobiologische gewählt werden, die eine Untersuchung außerhalb der üblichen Diskussion zwischen verbohrter Technikphobie und der Weltsicht derer, die das Internet längst als unentbehrlichen Teil ihrer Existenz akzeptiert haben, erlaubt. Aus diesem Anliegen heraus soll in der vorliegenden Arbeit untersucht werden, wie die im Internet vertretenen Medien bzw. das Internet als solches mit Veränderungen in der mentalen Architektur des Menschen zusammenhängen.Als Ausgangspunkt der Arbeit dient zunächst eine auszugsweise Skizzierung des medialen Wandels. Ferner erfolgt im darauffolgenden Kapitel 3 eine Begriffsdefinition des Terminus "Neue Medien" unter besonderer Berücksichtigung der Internet-Medien. In Kapitel 4 werden die besonderen Auswirkungen interaktiver, hypermedialer Medien auf die menschlichen Denkstrukturen analysiert. Kapitel 5 geht der Frage nach, ob (neue) Medien als Teil unseres erweiterten kognitiven Systems gesehen werden können.

Sie ging in Sarcelles zur Schule und studierte später in Paris sowie an der University of Pennsylvania in den USA. Sie war Gastprofessorin in Princeton und an der École des Hautes Études en Sciences Sociales. Im Jahr 2019 wird sie im Rahmen der Niklas-Luhmann-Gastprofessur in Bielefeld lehren. Eva Illouz ist Autorin von 12 Büchern, die in 18 Sprachen übersetzt wurden, und schreibt regelmäßig für Zeitungen wie Die Zeit, Le Monde und Ha’aretz.

Im Jahre 2009 wurde sie von der Zeitung Die Zeit in eine Reihe von zwölf Intellektuellen gewählt, die wahrscheinlich das Denken der Zukunft verändern werden. 2013 wurde sie mit einem Anneliese-Maier-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet. Gestaltung von Wortschatz, Metaphern und kausalen Modellen, durch die wir uns wahrnehmen, denken und unser emotionales Leben gestalten. Indem sich die Massenmedien im 20. Zielgruppe an sich zu binden, haben sich beim Publikum die Mechanismen, mittels derer es sich mit komplexen Emotionen auseinandersetzt, verändert. Haben somit die Massenmedien zu einem Unterschied in unserem emotionalen Leben beigetragen und wenn ja, was ist die Natur dieses Unterschiedes? Nach der Untersuchung einer Reihe von Werbeanzeigen in Frauenmagazinen und Werbefilmen aus der Zeit um 1930 stellten Werbung und Filmkultur Waren als Übertragungsmedium für emotionalen Ausdruck und besonders für romantische Erfahrungen dar.

Waren aller Art, wie Seifen, Kühlschränke, Jausensackerl, Uhren, Diamanten, Zerealien, Kosmetik und viele andere werden als emotional erfahrbar präsentiert. Der zweite Prozess war die Kommodifizierung der Romantik seit dem 19. Jahrhundert: Aufkommen von Rendezvous, Dating und das gemeinsame Konsumieren von Produkten der Freizeitindustrie. Objekte als bedrohlich, die Freiheit aber als Feld sieht, seine ureigenen Wünsche zu formulieren. Die besondere Qualität von Emotionen werde verkannt und scheinbar rationalen Beurteilungen unterworfen. Jahrhundert durften sich Gefühle erst nach bestimmten Ritualen erlauben, so waren Liebesbriefe bestimmten Codes unterworfen. Illouz argumentiert, dass die Psychologie einen zentralen Punkt der modernen Identität und des Gefühlslebens darstellt: Seit den 1920er bis zu den 1960er Jahren sind die klinischen Psychologen zur dominanten Gruppe geworden.

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