Mitarbeiterbindung und unternehmerische Verantwortung PDF

Wie bin ich geworden, wer ich bin? Dimensionen und Chancen Unsere Wirtschaftsweise verändert sich gerade grundlegend. Gier war noch nie mitarbeiterbindung und unternehmerische Verantwortung PDF, und auch Geiz ist längst nicht mehr geil. Insbesondere vor dem Hintergrund von Finanz-, Euro- und Weltwirtschaftskrise scheint die Ausgangsposition für einen tief greifenden Wandel, was dessen gesellschaftliche Akzeptanz angeht, besser denn je.


Författare: Denise Loschek.

Mitarbeiter als zentrale Ressource und primärer Produktionsfaktor der Wirtschaft werden in dieser Arbeit auch in Hinblick auf die gesellschaftliche und ökologische Verantwortung von Unternehmen in den Fokus der Betrachtung gerückt. Mitarbeiterbindung wird dabei anhand von Konzepten wie Motivation, Arbeitszufriedenheit, Extra-Rollenverhalten und Organizational Citizenship Behavior sowie organisationalem Commitment thematisiert. Die Verantwortung eines Unternehmens und das Konzept der Corporate (Social) Responsibility (CSR) werden in ihrer Entwicklung betrachtet und auf Basis ethisch-moralischer Fragestellungen, dem Nachhaltigkeitsgedanken sowie verschiedenen Dimensionen der Verantwortung thematisiert. Die anschließende quantitativ-empirische Erhebung mittels Fragebogen bestätigt die erwarteten Korrelationen, insbesondere zwischen affektivem Commitment und durch die Mitarbeiter wahrgenommenem CSR-Engagement der Unternehmen, zum Großteil. Auch der Kommunikation und Vorbildwirkung der Führungskräfte kann große Bedeutung nachgewiesen werden. Die Arbeit schließt mit Handlungsempfehlungen für die Praxis des (Personal-)Managements.

Das wiederum liegt an der Natur vielschichtiger Systeme, wie unsere gegenwärtige Wirtschaft und Gesellschaft es sind. Offenheit, Unsicherheiten, Unstetigkeiten, Verzögerungen, Rückkopplungen, nichtlineare und dynamische Interaktionen sind die Treiber. Ein einheitliches Verständnis von Nachhaltigkeit, ihrem Wesen und ihrem Nutzen, fehlt bis heute. Ohne ein grundlegendes, gemeinsames Verständnis des Nachhaltigkeitskonzeptes aber ist der Wandel unmöglich zu bewältigen.

Nachhaltigkeit ist in dieser Hinsicht wie Autofahren: Niemand muss die Funktionsweise eines Ottomotors kennen, um sicher am Straßenverkehr teilzunehmen, aber jeder sollte zumindest davon ausgehen können, dass alle Beteiligten die wichtigsten Regeln beherrschen. Carlowitz zufolge sollte in einem Wald nur so viel abgeholzt werden, wie sich binnen gewisser Zeit auf natürliche Weise regenerieren konnte. Die Rede war von einer „klugen Art der Waldbewirtschaftung“ und „einer beständigen und nachhaltenden Nutzung des Waldes“. Die Definition, die bis heute am weitesten verbreitet und anerkannt ist und somit als klassische Definition von Nachhaltigkeit gelten kann, hat ihren Ursprung im sogenannten Brundtland-Bericht von 1987, der erstmals formaljuristisch festschrieb: „Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre Bedürfnisse nicht befriedigen können.

Eine im Wirtschaftskontext mittlerweile geläufigere Definition, die sehr griffig und gut anwendbar ist, lautet: Nachhaltigkeit bedeutet, nicht Gewinne zu erwirtschaften, die dann in Umwelt- und Sozialprojekte fließen, sondern Gewinne bereits umwelt- und sozialverträglich zu erwirtschaften. Bislang zwar noch nicht in einem Dokument verbindlich schriftlich fixiert, verdient sie aber gerade aufgrund ihrer Praktikabilität besondere Beachtung. Noch immer steigt unser Bedarf an Energie, und mit ihm die weltweiten CO2-Emissionen, die den Treibhauseffekt verstärken. In aufstrebenden Wirtschaftsmächten wie China und Indien ist der Energiehunger zwischen 1990 und 2008 um 146 beziehungsweise 91 Prozent gestiegen. Auf Gehör stieß die Wissenschaft aber erst, als die Kosten von Umweltschäden beziffert wurden. Weltweite Beachtung fand deshalb die 650-seitige Studie „Review on the Economics of Climate Change“ von 2006. Im Laufe der konzeptionellen Auseinandersetzung um das Thema Nachhaltigkeit haben sich verschiedene Schemata herausgebildet, die das Prinzip Nachhaltigkeit darstellen sollen.

Im Drei-Säulen-Modell wird das Dach „Nachhaltigkeit“ von den Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales getragen, wobei alle drei Dimensionen gleichberechtigt nebeneinander stehen. Problematisch an dieser Darstellung ist jedoch, dass die mittlere Säule nur stark genug sein müsste, um das Dach zu tragen. Dies ist es auch, was den bisherigen Nachhaltigkeitsmodellen gemein ist. Auch durch die Anschauung unter Führungskräften, die von ihnen geleiteten Institutionen nur als geliehen anzusehen und sie für kommende Generationen zu bewahren, wäre viel erreicht.

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