Methoden der Entscheidungsfindung PDF

Dies ist die gesichtete Version, die am 28. Der französische Philosoph Auguste Comte, methoden der Entscheidungsfindung PDF auch den Ausdruck Soziologie schuf, prägte 1851 das Wort sociocratie. Jahrhunderts aktualisierte der Reformpädagoge Kees Boeke die Ideen von Ward und erweiterte sie erheblich.


Författare: Julia Ness Mareike Berwanger.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Psychologie – Methoden, Note: 1,0, Hochschule Bremen (School of International Business), Veranstaltung: Grundlagen der Psychologie, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: "Entscheiden heißt, sich unter Bedingungen beschränkter Ressourcen eine Wahl unter Alternativen zu treffen, die der Entscheidung einer bestimmten Zielrichtung dienen können" (Bugdahl 1990, S. 11).
Dem Thema "Methoden der Entscheidungsfindung" ist die Wissenschaft in den vergangenen Jahren von ganz unterschiedlichen Ausgangspunkten nähergekommen. So wurden in der Betriebswirtschaftslehre Formeln aufgestellt, um die rational beste Entscheidung zu treffen, während Managementtheoretiker Modelle erfanden, die entscheidungsfaule Führungskräfte unterstützen sollen. Dies kann eine logische Entwicklung in unserer "durchrationalisierten Wissenschaftsgesellschaft" sein, in der es doch meist versucht wird, alle "Informationen zu berücksichtigen und gewichten, um auf dieser Grundlage eine rationale, ‚perfekte‘ Entscheidung zu treffen" (Gigerenzer 2007, Umschlagtext).
Dem widersprechen allerdings aktuell die Vertreter der "Intuitiven Intelligenz", die den Homo oeconomicus als reine Fiktion der klassischen Wirtschaftstheorie beschreiben, da es keine Entscheidungen ohne Gefühle gäbe. Dass diese Methode nicht weniger Aussichten auf Erfolg habe, sei nun auch von Neurologen bestätigt. (Vgl. Kast 2006)

Welche Methode der Entscheidungsfindung ist nun die beste, die sicherste oder die einfachste? Es ist keine allgemeingültige Antwort zu finden, da die Voraussetzung und der Kontext immer verschieden sind. Aber besteht überhaupt ein Zusammenhang zwischen der Anwendung einer Methode und dem Kontext? Von welchen Einflussgrößen ist eine Entscheidung abhängig? Ist also unter bestimmten Voraussetzungen eine der anderen Methoden vorzuziehen? Diese Fragen zu beantworten, ist ein wesentliches Ziel dieser Arbeit. Hierzu werden eingangs die verschiedenen Ansätze zur Entscheidungsfindung dargestellt und, soweit möglich, verglichen. Aufbauend auf dem ersten Teil werden die beschriebenen Theorien aufgegriffen und eine Beurteilung der Verfasserinnen entwickelt.

Soziokratie gibt der Mehrheit in Gruppenentscheidungsprozessen weniger und dem Einzelnen mehr Macht als die Demokratie. Daher wurde sie von ihren Begründern als der nächste Schritt nach der Demokratie gesehen. Ein Mensch kann mit einem entschlossenen, unbegründeten Einwand jede Entscheidung blockieren. Für die Anwendung der Soziokratie in größeren Gruppen wird ein System der Delegation benötigt, bei dem die Gruppe Repräsentanten auswählt, die für sie die Entscheidungen auf einer höheren Ebene treffen.

Kees Boeke führte die Ausdrücke naasthoger und naastlager ein. 1970 übertrug Gerard Endenburg die Arbeit seines Lehrers Boeke auf das elektrotechnische Unternehmen, das er zwei Jahre zuvor von seinen Eltern übernommen hatte. Der Konsent regiert die Beschlussfassung, das Konsentprinzip. Die Organisation wird in Kreisen aufgebaut, die innerhalb ihrer Grenzen autonom ihre Grundsatzentscheidungen treffen.

Zwischen den Kreisen gibt es eine doppelte Verknüpfung, indem jeweils mindestens zwei Personen an beiden Kreissitzungen teilnehmen: ein funktionaler Leiter sowie mindestens ein Delegierter. Die Kreise wählen die Menschen für die Funktionen und Aufgaben, die für die Verwirklichung des gemeinsamen Zieles als notwendig erachtet wurden, im Konsent nach offener Diskussion. Die bisherige Soziokratie wurde zu großen Teilen von Brian Robertson in seiner kommerziellen Systemik Holokratie verwendet und zum Teil weiterentwickelt. Die Soziokratie will ohne Abstimmungen auskommen, es sollen Argumente zählen und nicht die Anzahl der Stimmen.

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