Ludwig von Stubenrauch (1865-1940) PDF

Deutschlandkarte, Position der Stadt Zeil a. 27 km östlich von Schweinfurt und 25 km westlich von Bamberg. Es existieren die Gemarkungen Bischofsheim, Bischofsheimer Forst-Nordost, Bischofsheimer Forst-Südwest, Krum, Schmachtenberg, Sechsthal, Zeil am Main und Ziegelanger. 1018 wurde Zeil das erste Ludwig von Stubenrauch (1865-1940) PDF schriftlich erwähnt.


Författare: Susanne Habelt.
Ludwig von Stubenrauch (1865 – 1940) war ein renommierter Chirurg und Wissenschaftler in der Medizingeschichte Münchens.
Er wurde in die „Galerie hervorragender Ärzte und Naturforscher“ aufgenommen. Er begleitete den „bayerischen Nationaldichter“ Ludwig Thoma (1867 – 1921) als Vertrauensarzt am Münchner Rotkreuz-Krankenhaus.
Gleichwohl stand Stubenrauch nie im Rampenlicht der Öffentlichkeit wie seine Kollegen und Zeitgenossen Ferdinand Sauerbruch (1875 – 1951), der als Klinikdirektor und Ordinarius einen bleibenden Eindruck in der Geschichte der Chirurgie an der Ludwig-Maximilians-Universität München hinterlassen hat.
Stubenrauchs wissenschaftliche und medizinische Leistungen bestanden in seinen Untersuchungen zur Regeneration der Milz, der und der Möglichkeiten einer Milz-Transplantation. In seinen Arbeiten zur Phosphornekrose publizierte er in zahlreichen Beiträge und Abhandlungen.
Er spielte Anfang der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts – ungewollt und unfreiwillig – eine herausragende Rolle in einem medizinischen Grundsatzstreit über die Spezialität und Selbstständigkeit der Kinderchirurgie gegenüber der allgemeinen Chirurgie.
Der taktisch ungeschulte Intellektuelle Ludwig von Stubenrauch., dessen Lebensziel eine selbständige Klinik-Professur mit einem eigenem Forschungslabor war, wurde als Sauerbruchs Schachfigur in einen Richtungsstreit der chirurgischen Medizin geschickt, bei dem er – wie diese Buch zeigen wird – zwar als taktischer Sieger, aber letztlich als strategischer Verlierer hervorging.
In diesem Buch werden deshalb zwei Punkte besonders darstellen:
* die medizinische Karriere und die wissenschaftlichen Leistungen
Ludwig von Stubenrauchs und
* den Machtkampf an der Universität München um einen
Grundsatzstreit in der Chirurgie, der gleichzeitig ein wichtiges
Kapitel der Münchner Medizingeschichte aufschlug.

Curtis Zilin, ein landwirtschaftlicher Großhof der Markgrafen von Schweinfurt, wurde von Heinrich II. Jahr 1018 auf Bitten von Bischof Eberhard I. In einem 1348 fertiggestellten Urbar von Friedrich I. Hohenlohe ist erwähnt, dass Zeil zu dieser Zeit 26 Höfe und 40 Sölden aufwies, davon gehörten aber nur noch 12 Höfe und 27 Sölden dem Hochstift Bamberg. In Zeil wurden verglichen mit der Einwohnerzahl zwischen 1616 und 1631 unverhältnismäßig viele Hexenprozesse geführt und in der Folge die Angeklagten hingerichtet oder verbrannt. Die Protokolle der Ratssitzungen dieser Zeit legen dar, dass in fast jeder Sitzung neue Vormundschaften für Kinder, deren Eltern hingerichtet wurden, bestimmt werden mussten.

November 1616 brannte der Scheiterhaufen in Zeil zum ersten Mal. In der Stadt Zeil gab es zunächst keine großen Auswirkungen des Krieges, einzig Truppendurchzüge und deren Folgen mussten hingenommen werden. Trotz eines Protestschreibens der Bamberger und Würzburger Bischöfe an den Kaiser im Jahr 1627 wurde die fränkische Landbevölkerung zwei Jahre später immer noch von den Durchmärschen der Truppen beeinträchtigt, von Soldaten belästigt und musste Vieh- und Weindiebstähle hinnehmen, ohne dagegen klagen zu können. Ab 1695 ließ Lothar Franz von Schönborn in Zeil ein frühbarockes Jagdschloss errichten, das 1705 fertiggestellt wurde.

Als Baumaterial dienten unter anderem Steine aus der Ruine der Burg Schmachtenberg. Aus einer Notiz über die Wachgroschen-Zahlpflicht aus dem Jahr 1731 lassen sich ungefähr 800 Einwohner ableiten. Ihnen standen damals sieben Brunnen, drei Rad- und zwei Schwenkbrunnen, sowie zwei weitere, die nicht weiter beschrieben sind, zur Verfügung. Der zunehmende Wohlstand wurde 1730 durch eine Viehseuche gebremst, die große Lücken in die Viehbestände riss. Im Juli 1796 kam es im Maintal zu Kampfhandlungen zwischen der französischen Revolutionsarmee unter der Führung von Jean-Baptiste Jourdan und österreichischen Verbänden. 1803 fiel Zeil durch die Säkularisation dem Kurfürstentum Bayern zu und gehörte nun zum Herrschaftsbereich der Wittelsbacher.

Zeil gab im Rahmen neu geschaffener Gemeindeordnungen nach dem Ende der Freiheitskriege seinen Stadtstatus zunächst auf und wurde eine Landgemeinde, behielt aber das Marktrecht. Im Rathaus wurden durch die dezimierte Verwaltung Räume frei, in die vorübergehend die Schule einzog. In zwei Klassen wurden 1825 189 Kinder von zwei Lehrern unterrichtet. 1927 gründete sich in Zeil die NSDAP-Ortsgruppe.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Zeil vorübergehend Herberge für flüchtende Menschen aus den bombardierten Städten, vor allem im Ruhrgebiet. In der Weberei wurden dann Zündkerzen hergestellt. Im Oktober 1946 wurde die wiederaufgebaute Mainbrücke für den Verkehr freigegeben, im Spätsommer 1959 begann der Bau der Zuckerfabrik, die zeitweise zwischen 1000 und 2000 Menschen beschäftigte. Das 1965 eröffnete Milewski-Möbelwerk Zeil KG beschäftigte 1969 bereits über 300 Menschen. 1965 legte die Stadt Zeil mit dem Hainfriedhof eine neue Begräbnisstätte an. Die Zuckerfabrik stellte 2001 den Betrieb ein, wurde 2004 teilweise demontiert und in Aserbaidschan wieder in Betrieb genommen. Die Einwohnerzahlen der Stadt Zeil am Main blieben in den letzten Jahren konstant.

Die Einwohnerzahlen vor 1840 ergeben sich aus erhaltenen Urkunden und Dokumenten oder sind Schätzungen. Als erster Ort wurde Bischofsheim zum 1. Januar 1968 eingemeindet, es folgte Ziegelanger am 1. Januar 1972 wurde Schmachtenberg ein Teil der Stadt Zeil. Krum und Sechsthal folgten am 1.

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