Kunst als Botschafter einer künstlichen Nation PDF

Kunst als Botschafter einer künstlichen Nation PDF der Menschheit durch Fortschritt der Technik. Die Expo 58 war die Weltausstellung, die vom 17.


Författare: Christian Saehrendt.
Im Oktober 2009 jährt sich die Gründung der DDR zum 60. Mal. In den vierzig Jahren ihres Bestehens unternahmen die Machthaber in Ostberlin große Anstrengungen, den östlichen Nachfolgestaat des Deutschen Reiches zu legitimieren. Eine zentrale Rolle kam dabei den Insignien staatlicher Souveränität zu: den Flaggen, Wappen, Grenzen, Botschaften – aber auch der Kunst.


Mit dem Export 'sozialistischer Kunst' in den Westen und mit repräsentativen Beiträgen zu internationalen Großausstellungen wie der documenta in Kassel oder der Biennale von Venedig sollte die Leistungsfähigkeit und Überlegenheit des Sozialismus in den Gattungen Malerei und Plastik demonstriert werden. Als Zugpferd diente die berühmte 'Leipziger Schule' um die Maler Willi Sitte, Bernhard Heisig, Werner Tübke und Wolfgang Mattheuer, die gerade auf dem westdeutschen Kunstmarkt gute Resonanz fanden.


Doch wie versuchte die DDR, Erfolg und Ansehen ihrer Kunst auf das eigene politische System zu übertragen? Bot die bildende Kunst in den 1970er und 1980er Jahren ein eleganteres, effizienteres Propagandainstrument, zeitgemäßer als die plumpe Flugblatt-Rhetorik des Kalten Krieges? Und welche Wirkung entfaltete die Kunst aus der DDR in den westlichen Ländern?

Oktober 1958 in der belgischen Hauptstadt Brüssel stattfand. Bis zum Zweiten Weltkrieg hatte Belgien bereits acht große internationale Ausstellungen ausgerichtet, davon allein drei Weltausstellungen in Brüssel. Da die letzte Brüsseler Ausstellung 1935 ein großer finanzieller Erfolg war, lag es nahe, daran anzuknüpfen. Diskussionen über eine erneute Weltausstellung in Belgien begannen im Jahre 1947.

Im Jahre 1951 berief die Regierung einen Generalkommissar, Baron Georg Moens de Fernig, und betraute das Wirtschaftsministerium mit der Planung. Zu einer Verschiebung der Planung führte der Ausbruch des Koreakrieges, der eine krisenhafte Zuspitzung des Ost-West-Konfliktes zur Folge hatte. Die Regierung von Paul-Henri Spaak verfolgte mit der Wahl Brüssels als Ausstellungsort das Ziel, Infrastrukturbauten zu errichten, um damit der Stadt bei der Entscheidung über den zukünftigen Sitz europäischer Gremien und Behörden eine gute Ausgangsposition zu verschaffen. Zur Verbesserung der Infrastruktur im und rund um das Ausstellungsgelände wurden bis 1958 ca. Eine weitere wichtige Intention der Schau war die Rechtfertigung der kolonialen Position Belgiens im Kongo und Ruanda-Urundi.

This entry was posted in Sachbücher. Bookmark the permalink.