Kreta in der geometrischen und archaischen Zeit PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Bezeichnung für die Statue eines jungen Mannes in der griechischen Kunst kreta in der geometrischen und archaischen Zeit PDF Archaik.


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Bei der Erforschung der Kultur der Insel Kreta standen bis in die jüngere Zeit hinein die bronzezeitlichen Entwicklungsphasen deutlich im Vordergrund. Erst allmählich machte man sich bewusst, wie kulturhistorisch wichtig auch die anderen Epochen waren. Der vorliegende Band enthält neben Grabungsergebnissen und Beiträgen, die sich mit der Rückbesinnung auf das minoische Erbe, den Beziehungen zum Orient, der Entstehung der Polis, dem Schriftgebrauch, der Religion und den Mythen sowie der Kunstproduktion beschäftigten.

Das weibliche Pendant bezeichnet man als Kore. Der archaische Kouros zeichnet sich durch eine fast strenge Symmetrie und Frontalität aus, wie sie etwa das Achsensystem des so genannten Dipylon-Meisters vertritt. Die Kopfhaltung ist auf den Betrachter gerichtet. Die Statuen waren meist aus Marmor, wurden aber auch in Kalkstein, Holz, Bronze, Elfenbein und Terrakotta umgesetzt, erreichten dann aber keine Lebensgröße. Frühe Exemplare erreichten bis zu 3 Meter Höhe. Zumindest könnte der etwa zugleich mit dem sog. Kouroi finden sich zum einen in Heiligtümern als Votivgaben, zum anderen wurden sie auf Gräbern aufgestellt.

Allein im Apollonheiligtum von Ptoion in Boiotien wurden mehr als einhundert entdeckt. Ein Kouros ist zumeist die Statue eines stehenden, unbekleideten Jünglings. Er ist breitschultrig und hat eine betonte Taille. Er steht aufrecht und hat ein Bein, meistens das linke, vorgestellt. Die Arme hängen an beiden Seiten herab, die Hände zu Fäusten geballt.

Seltener sind die Hände an die Beine angelegt. Tempeln, deren Elemente eine nachvollziehbare Funktion im Tragen und Lasten haben, ist das Wirken von gegensätzlichen Kräften an der Figur des Kouros ablesbar. Kouroi wurden lange Zeit als Statuen des Apollos gedeutet und als solche benannt, da angenommen wurde, sie stellen alle den Gott Apollon dar. Dies mag für einzelne Statuen zutreffen, jedoch nicht für alle, denn oft waren sie mit anderen Namen beschriftet und wurden entweder als Grabbeigaben verwendet oder in Tempeln anderer Gottheiten gefunden. Oft stellten Kouroi vor allem das griechische Ideal des Wettkampfsiegers dar. Die ältesten frei stehenden Monumentalstatuen stammen aus Delos.

Die Kouroi aus Delos fallen in die Zeit der beginnenden engen Kontakte Griechenlands zu Ägypten. Griechenland hatte lose Verbindungen zu Ägypten schon seit der 2. Siedlungen in Ägypten, von denen Herodot berichtet, gegründet. Durch diesen Kontakt zu der alten Hochkultur, die schon lange riesige Monumentalstatuen errichteten, begannen vor allem auf Kreta und den ägäischen Inseln griechische Bildhauer eigene freistehende lebens- und überlebensgroße Statuen anzufertigen.

Dazu nahmen sie anfangs weißen Inselmarmor, der vor allem auf den Kykladeninseln Paros und Naxos gewonnen wurde. Nach Herodot lud der ägyptische Herrscher Psammetichos I. Ionier und Karer ein, in Ägypten zu siedeln. Sie waren die ersten Fremden, die sich in Ägypten niederlassen durften. Im Unterschied zur ägyptischen Figur, die mit dem Stein verwachsen ist, löst sich die griechische Figur vom Stein und steht frei. Dieses freie Stehen ist Eigenenergie des Körpers und es werden Partien des Körpers betont, die eine Funktion haben, so zum Beispiel das Knie. Dreidimensionalität, das Wechselspiel der Glieder, und die Bewegungsfähigkeit können und nun plastisch weitergearbeitet werden.

Wichtiger Unterschied zwischen ägyptischen und griechischen Statuen ist auch die Nacktheit der griechischen Kouroi. Statuen waren immer mit einem Rock oder einem Lendenschurz bekleidet. Im Bild des unbekleideten jungen Mannes ist dagegen der Mensch als solcher in der besten, überindividuellen Erscheinung des Jünglings wiedergegeben. Statuen die verschiedenen Kasten der ägyptischen Gesellschaft. Griechenland vor allem in der zweiten Hälfte des 6. Es sollte den lebendigen Eindruck eines gesunden Jünglings erwecken, den idealen Zustand eines jungen und harmonischen Menschen ausdrücken.

Die Modellierung wirkt zwar noch recht flach und unnatürlich, wird aber als Entwicklung zum Naturalismus gesehen. Einzelne griechische Bildhauer orientierten sich an den ägyptischen Vorbildern, wichen in Einzelheiten aber ab. Sehr frühe Statuen ähneln den ägyptischen Vorläufern noch stärker, während im Laufe der Zeit die griechischen Bildhauer eine differenziertere Modellierung anstreben und einen lebendigeren Ausdruck entfalten. Gestalten mit breiten Schultern und dünner Taille. Ein Fuß ist meistens schon vorgestreckt, da die Arme aus Metall gegossen wurden, sind sie jedoch nicht angelegt. Die Figuren haben eine sehr einfache Struktur, zeigen keine anatomischen Details und die Proportionen sind falsch. Unter den Funden aus Olympia ist auch eine Krieger-Statue aus dem 7.

Geometrisch ist sie insofern, als die Brust vollkommen flach ist und die Beine rund sind. Naturalistischere Figuren wurden in Dreros auf Kreta gefunden. Die aus der Mitte des 7. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper viel zu groß. Obwohl bei den Bronzestatuetten aus Delphi die richtigen Proportionen noch nicht gefunden wurden und anatomische Details sehr gering sind, ist die Gesamtform nun stimmiger. Marmor war das am meisten verwendete Material zur Herstellung von Kouroi.

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