Konflikt und Weltgesellschaft PDF

Wie bin ich geworden, wer konflikt und Weltgesellschaft PDF bin? Ist der populären Kritik zuzustimmen, nach der eine immer stärker weltweit verbreitete US-amerikanische bzw.


Författare: Mathan Weinberg.
Die unerfüllten Versprechungen der Globalisierung auf
breitere Teilhabe des Wohlstands für alle Menschen
führen zu globalem Widerstand. Die gewachsene Spannung zwischen Erwartungen und Möglichkeiten wird als neue Konfliktquelle innerhalb der Weltgesellschaft gedeutet. Die weltweite Ausbreitung westlicher Wertvorstellungen, Leitbilder, Lebens- und Konsumstile empfinden die Menschen vielerorts als Bedrohung ihrer kulturellen und religiösen Identität.
Die aktuelle politische Weltlage liefert der soziologischen Konflikttheorie gewissermassen ausreichend viel Stoff zum Nachdenken. Unter Verwendung der Theorie der Weltgesellschaft sowie durch eine Auseinandersetzung mit politischen und soziologischen Konflikttheorien soll in dieser Arbeit die Frage beantwortet werden, welchen Beitrag eine konflikttheoretische Analyse der aktuellen Weltlage für die Theorie der Weltgesellschaft leisten kann.

Kultur die anderen Kulturen verdrängt ? September für die auch kulturell globalisierte Welt. Entgegen dem nach den Terroranschlägen immer wieder zitierten Bild vom „Kampf der Kulturen“, des amerikanischen Sozialwissenschaftlers Samuel P. September eine Eskalation der Konflikte innerhalb einer gemeinsamen Weltgesellschaft mit vielen Kulturen, Ideologien, Religionen und Weltanschauungen und nicht zwischen kulturell definierten Großregionen.

Wie die Globalisierung insgesamt ist auch die kulturelle Globalisierung ein komplexer Prozess mit sehr widersprüchlichen Formen, Reichweiten und Ausdrucksweisen, der sich einer eindeutigen Kennzeichnung entzieht. Weder „Globalisierung“ noch „kulturelle Globalisierung“ sind wissenschaftliche oder auch nur politische Begriffe, mit denen konkretere Aussagen verbunden sind – ausgenommen jene, dass Ökonomie, Technik, Politik und Kultur heute weltweit in so engen Austausch- und Kommunikationsbeziehungen stehen wie noch nie in der Geschichte. In der Diskussion über kulturelle Globalisierung gibt es eine sehr populäre Auffassung, nach der eine sich immer stärker ausbreitende US-amerikanische bzw. Die Vorstellungen von der Zerstörung einer Kultur durch eine andere basieren auf einem Verständnis, nach dem Kulturen weitgehend in sich abgeschlossene Gebilde sind, gebunden an Orte und eine Gruppe von Menschen, eine Gemeinschaft oder Gesellschaft, eine Region oder Nation. Im „World Culture Report 2000“ der UNESCO bildet dieses Verständnis vom Entstehen und der Entwicklung von Kultur durch den ständigen kulturellen Austausch den Ausgangspunkt der Untersuchung der gegenwärtigen kulturellen Situation. Auch wenn kultureller Austausch zum Wesensmerkmal der menschlichen Entwicklung gehört und in allen Epochen mit unterschiedlicher Intensität stattgefunden hat, nahm er einen gewaltigen Aufschwung mit der Herausbildung der kapitalistischen Produktionsweise, welche die Menschen auf der Jagd nach Gewinn um den ganzen Erdball trieb. Bei Goethe taucht der Begriff „Weltliteratur“, der erstmals von August Wilhelm Schlegel 1802 genutzt wurde, nachdem er zuvor der Sache nach schon von Johann Gottfried Herder entwickelt worden war, häufig auf.

Die Vorstellung einer Weltliteratur war ein Produkt der Aufklärung und eines neuartigen Universalismus, die im neuen Begriff des „Weltbürgertums“ im ausgehenden 18. Jahrhunderts konnte sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts trotz weiter wachsender und immer engerer ökonomischer und politischer Zusammenhänge nicht weiter entfalten, da die Herausbildung der Nationalstaaten in starkem Maße über den Weg der „kulturellen Nationalisierung“ stattfand. Die „Nationalisierung der Kultur“ war eine politische Konstruktion des 19. Jahrhunderts, die bis in die Mitte des 20.

Jahrhunderts prägend blieb und vor allem in den faschistischen und nationalsozialistischen Staaten Deutschland, Italien und Spanien eine besonders widerwärtige Ausformung hatte. Die von der Aufklärung und der deutschen Klassik geförderten Vorstellungen einer Weltliteratur wurden von der Nationalisierung der Kultur im 19. Jahrhundert zwar relativiert, aber nicht aufgesogen. Literatur ist spätestens von da an nicht mehr an eine Menschengruppe und Gegend gebunden, in der es mit der Schrift ein „Speichermedium“ gibt. Seither ist jede Literatur von anderen Literaturen beeinflusst und wirkt wiederum auf diese ein.

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