Klostermedizin im Mittelalter PDF

Das Lorscher Arzneibuch ist eine umfangreiche medizinische Handschrift klostermedizin im Mittelalter PDF der Zeit Karls des Großen, entstanden wahrscheinlich um 785. Sie schwankt zwischen dem ausgehenden 8.


Författare: Mette Bartels.

Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europa – and. Länder – Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Georg-August-Universität Göttingen (Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Thematik dieser Arbeit beschäftigt sich mit der frühmittelalterlichen Klostermedizin, auch Klosterheilkunde genannt, ihre Bedeutung in der damaligen Zeit sowie ihr Nachwirken bis in die Gegenwart. Das Lorscher Arzneibuch, als ältestes erhaltenes Medizinwerk des Abendlandes, dient hierbei als maßgebende Grundlage.
Aufgrund verschiedener Literatur, die für diese Arbeit herangezogen wurde, lässt sich für die Definition des Begriffs der Klostermedizin einen doppeldeutigen, sich gegenseitig bedingenden, Charakter feststellen: Er kann zum einen für eine bestimmte zeitlich abgegrenzte Ära innerhalb des Mittelalters stehen, zum anderen beschreibt er ein, sich in dieser Zeit etablierendes, Konzept zur Krankheitsbehandlung. Wird die Definition des Begriffes weiter konkretisiert und differenziert ist festzuhalten, dass die Klostermedizin namentlich in erster Linie eine bestimmte Epoche innerhalb der Medizinhistorie beschreibt. Die dato angewandten klosterheilkundlichen Maßnahmen werden in ihrer komplexen Gesamtheit nach dieser Epoche benannt. So steht der Begriff der Klostermedizin also nicht für eine einzige ganz bestimmte Behandlungsmethode, sondern erfasst die Komplexität aller dort praktizierten Therapien.
Wenn in der vorliegenden Arbeit also von dem Begriff der Klostermedizin- bzw. Heilkunde gesprochen wird, ergibt sich die jeweilige Definition zwangsläufig aus dem Kontext.

Rezeptnachträge und althochdeutsche Vermerke zeugen von fortdauernder Benutzung im 9. Umfassend wissenschaftlich untersucht wurde die erstmals 1831 beschriebene, ab 1863 dann zunächst nur wenigen Fachleuten bekannte Handschrift in den 1980er Jahren vom Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg. 22,5 cm, die einspaltig mit 32 bis 33 Zeilen dicht beschrieben sind. Direkt als Quellen nachweisen lassen sich die Physica Plinii, die byzantinische Medizin sowie die Schriften des Aurelius Aesculapius. Im Vorwort wird die Heilkunst gegen Vorbehalte namhafter Christen verteidigt, die in ihr einen unzulässigen Eingriff in den göttlichen Heilsplan sahen. Bei diesem Segment handelt es sich um eine Medizinalordnung in Versform. Es wird die Forderung erhoben, dass die Heilkunst nicht nur den Reichen, sondern gleichermaßen den Armen zugänglich sein müsse.

Dieses Segment behandelt die Geschichte der Medizin, die Anatomie sowie den hippokratischen Eid. Pseudo-aristotelische Sammlung heilkundlicher Aufgaben in Frage- und Antwortform. Fragmentarisch sind für viele Arzneidrogen Alternativen angegeben. Ein nahezu vollständiges Verzeichnis aller der im Werk enthaltenen Rezepte. Eine Liste von Arzneidrogen mit griechischen und lateinischen Synonymen. Hier werden die in den Rezepten verwendeten Maß- und Gewichtseinheiten beschrieben. In fünf Bücher untergliedert finden sich insgesamt 482 Rezepte, die in ihrer Komplexität stark variieren.

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