Jan Lobel aus Warschau PDF

April 1911 im oberbayerischen Pitzling, heute ein Stadtteil von Landsberg am Jan Lobel aus Warschau PDF, als Tochter eines Lehrers und Organisten geboren. Ihr Geburtshaus, die alte Schule an der Seestraße, existiert noch.


Författare: Luise Rinser.

Der Zeitraum, in dem die äußere Handlung dieser Erzählung sich vollzieht, ist kurz: die letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges und die ersten danach. Eine Zeit des Übergangs, eine Zeit, in der der einzelne isoliert bleibt oder heimatlos.
Einem jungen Juden, Jan Lobel, gelingt die Flucht aus einem süddeutschen Konzentrationslager. Eine junge Gärtnerin nimmt ihn auf und versteckt ihn. Er kann nicht bleiben.
›Jan Lobel aus Warschau‹ ist in einer Sprache geschrieben, die uns Heutigen die Spannung zwischen den Menschen in Deutschlandverdeutlicht, ja sie uns nachempfinden läßt, jene Spannung, die sich nicht lösen kann und die verhindert, daß einer auf den anderen wirklich zuzugehen vermag. Alles geschieht gleichsam wie im Traum.

In dieser Zeit veröffentlichte sie ihre ersten kleinen Erzählungen in der Zeitschrift Herdfeuer, die eine dem Nationalsozialismus positiv gegenüberstehende junge Frau zeigen. 1934 verfasste sie unter dem Titel Junge Generation ein Lobgedicht auf Adolf Hitler. 1941 erschien ihre Erzählung Die gläsernen Ringe, die die begeisterte Zustimmung Hermann Hesses fand. Wegen des Krieges konnten zunächst keine weiteren Bücher erscheinen. Ob ein von der Autorin behauptetes Publikationsverbot bestand, ist unklar. Dezember 1944 erhielt sie Hafturlaub zu Weihnachten. Ob sie danach ins Gefängnis zurückkehrte, kann nicht mehr geklärt werden.

Luise Rinser arbeitete von 1945 bis 1953 als freie Mitarbeiterin bei der Neuen Zeitung, für die sie vor allem Bücher rezensierte und Artikel zu kulturellen Fragen schrieb. 1948 bezog sie eine Wohnung in München. 1949 nahm sie an einer Tagung der Gruppe 47 teil, wo ihre gelesene Novelle bei der Gruppenkritik allerdings durchfiel. Von 1954 bis 1959 war Rinser mit dem Komponisten Carl Orff verheiratet. Rinser lebte seit 1959 in Rom und seit 1965 in Rocca di Papa bei Rom, wo sie 1986 auch zur Ehrenbürgerin ernannt wurde.

Daneben behielt sie bis zu ihrem Lebensende ihre Wohnung in München, wo sie sich oft aufhielt. Enge Freundschaften verbanden sie mit dem koreanischen Komponisten Isang Yun, mit dem Benediktinerabt Johannes Maria Hoeck sowie mit dem Theologen Karl Rahner. Luise Rinser engagierte sich auch gegen die atomare Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf. Bericht über die stigmatisierte Therese von Konnersreuth Die Wahrheit über Konnersreuth. 1957 studierte sie im Spätsommer an der Ausländeruniversität Perugia. 1970 brachte Rinser ihr erstes Tagebuch heraus: Baustelle. 1970, dem 1972 das zweite folgte: Grenzübergänge.

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