In Christus getauft – von der Sünde befreit PDF

Wie kann ich meinen Glauben leben? Genau diesen Fragen will diese Katechese nachgehen. Die klassische Theologie sagt über Laien nichts anderes in Christus getauft – von der Sünde befreit PDF, als dass sie eben keine Priester sind.


Författare: Helmut Umbach.
Die Untersuchung arbeitet das paulinische Verständnis der hamartia als einer mit dem Christsein in jeglicher Hinsicht unvereinbaren Größe heraus. Hamartia bezeichnet nach Paulus nicht menschliches Fehlverhalten, sondern eine widergöttliche Macht, die durch das Rechfertigungsgeschehen außer Kraft gesetzt und definitiv erledigt ist. Nach gründlicher Aufarbeitung der wichtigsten forschungsgeschichtlichen Positionen wird in Einzeltextanalysen eine Begriffsklärung erzielt. Erweitert wird die Perspektive im Fragen nach den gedanklichen Rahmenbedingungen der hamartia-Aussagen, nämlich nach der Ekklesiologie und der Anthropologie: Seit der Taufe 'in Christus' gehört und dient der Mensch nicht mehr der Sünde, sondern Gott. In Christus getauft, ist er von der hamartia befreit. Das Gegenstandsinteresse ist in den Diskurs mit Luthers 'simul justus et peccator' gestellt, ebenso wie mit dem gegenwärtigen ökumenischen Dialog, ohne daß dabei die methodischen Grundlagen historisch-theologischer Exegese verlassen werden.

Mit solchen Statements wird schon seit langem das Fehlen einer eigenständigen Bedeutung der Nicht-Priester bemängelt. Die Kirche“ nach etwas, was dem Laien zu eigen ist, aber eben nicht dem geweihten Priester – und findet nichts. Kehl selbst fragt sich, ob es z. Bürger“ sind eben zusätzlich auch noch Beamte. Beispiel deutlich zu machen, dass auf einer Ratsversammlung keine Nibeas stimmberechtigt sind, fragt doch auch niemand, ob das eventuell diskriminierend sei, Nibeas nur dadurch zu definieren, dass sie etwas nicht dürfen. Genau das aber ist in der Kirche geschehen. Es braucht keine gesonderte Definition dessen, was der Laie ist – über Jahrhunderten spielte dieser Begriff keine große Rolle.

Nicht-Kleriker“ eben nur noch als Laien. Laien nicht viel mehr gesagt wurde, als dass sie an Kleriker-Entscheidungen nicht beteiligt sind. Amtskirche“ gleichgesetzt wurde, kann durch die Kleriker selbst verursacht worden sein. Beamten sich für die besseren Bürger halten, entsteht bei den Nibeas erst dadurch ein Minderwertigkeitsgefühl.

Beamten und deren Entscheidungen warten – ohne selbst-tätig zu werden. Einer eierwerfenden Demonstration der „Nibeas“ gegen die Beamten kommt man am besten dadurch zuvor, dass man ihnen klarmacht, dass sie doch als Bürger sehr wohl Rechte, Würde und Entscheidungsgewalt haben. So ist es die Aufgabe der ganzen Kirche, den aufgebrachten Laien, die sich ebenfalls zu Protestbekundungen aufgerufen fühlen, ihre Rechte, Würde und Berufung nahezubringen. Okay – wollen wir damit beginnen.

Priester – das sind wir alle! Es ist schon auffällig, dass jeder weiß, was ein „Laie“ ist, aber kaum einer, was mit dem „Allgemeinen Priestertum“ gemeint ist. Wie gesagt: Heute verstehen sich alle als „Nibeas“, aber kaum noch einer als „Bürger“. Es ist tatsächlich so: In der Tauffeier wirst Du im Anschluss an die Taufe vom Taufpriester zum „König, Priester und Propheten“ gesalbt – mit der Chrisam-Salbe.

Du bist zwar auch ein König und Prophet, aber vermutlich überrascht Dich das weniger. Herren in schwarz, an Pfarrhäuser und Priesterkragen, an Gottesdienste, Predigten und Gemeindeleitung. Allgemeinen Priestertum, dann schrecken einige zurück: „Sollen wir jetzt alle in schwarz rumlaufen? Wer aber begreift, was „Priestertum“ wirklich bedeutet und diesem Begriff von allem befreit, was zwar ein Pfarrer auch so alles tut, was aber nicht zu seinem Priesterwesen gehört, der versteht auch leichter, worin das „Allgemeine Priestertum“ besteht. Der Priester leiht Gott seine Stimme und seinen Leib.

In allem, was er tut, soll er transparent sein für Gott, der durch ihn wirkt – vor allem aber, wenn er Sakramente spendet, die Eucharistie feiert, das Volk lehrt und leitet. In dem, was der Priester tut, wenn er seine Berufung erfüllt, wirkt Gott. Nicht, weil der Priester das so will oder so gut kann, sondern weil Gott das so will und den Priester in seinen Dienst genommen hat. Na – hast Du auch bei dem, was ich gerade geschrieben habe, den Priester im Messgewand vor Augen?

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