Handbuch Bankenaufsicht PDF

Dieser Artikel erläutert den allgemeinen Begriff, zur österreichischen Behörde siehe Finanzmarktaufsichtsbehörde. Finanzmarktaufsicht oder Finanzdienstleistungsaufsicht bezeichnet handbuch Bankenaufsicht PDF staatliche Aufsicht über die Teilnehmer am Finanzmarkt.


Författare: Hans-Peter Burghof.
Die sog. Bankenaufsicht soll zum Wohle der Gesamtwirtschaft die Funktionsfähigkeit und Stabilität der Finanzbranche erhalten. Hierzu greift der Gesetzgeber mit dem Kreditwesengesetz tief in die Geschäftstätigkeit der Banken und deren Leiter ein. Mit den wandelnden Marktbedingungen und den auch internationalen Veränderungen der Bankgeschäftstätigkeit müssen die Instrumentarien der Gefahrenabwehr "Bankenaufsicht" Schritt halten. Als Reaktion hierauf ist es u. a. zu einer immensen Normdichte und einer Mathematisierung der Aufsicht gekommen.
Die daraus resultierende Komplexität und Weitläufigkeit der Thematik bereiten die Autoren verständlich auf.
Das Handbuch führt den Leser in die betriebswirtschaftlichen und juristischen Mechanismen der Bankenaufsicht ein. Zuerst werden die institutionellen, bankbetriebswirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen der Bankenaufsicht vorgestellt. Auf dieser Grundlage gehen die Autoren auf Einzelprobleme aus der Praxis näher ein und zeigen Lösungswege für zukünftige Herausforderungen auf.
– Nach der Finanzkrise kommt einer funktionierenden Bankenaufsicht eine ganz besondere gesamtwirtschaftliche Bedeutung zu
– Interdisziplinäre Darstellung von bankbetriebswirtschaftlichen und juristischen Zusammenhängen
– Autoren mit exzellenter Expertise
Professor Dr. Hans-Peter Burghof ist Inhaber des Lehrstuhls für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistungen an der Universität Hohenheim. Er ist zudem Geschäftsführer der Stiftung Kreditwirtschaft und Mitglied des Beirats von "Stuttgart Financial". Prof. Burghof ist durch zahlreiche finanzwirtschaftliche Publikationen hervorgetreten und häufig im Radio und Fernsehen sowie in Zeitungen als Experte zur Finanzkrise befragt worden.
Dr. Marcus Geschwandtner ist Rechtsanwalt bei CBH Rechtsanwälte in Köln. Er berät Banken und deren Organträger insbesondere an der Schnittstelle von Gesellschafts-, Prüfungs- und Bankenaufsichtsrecht. Dr. Geschwandtner ist Sachverständiger bei Anhörungen des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages (u. a. Bankenaufsichtsrecht) und Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft für Bank- und Kapitalmarktrecht im DAV. Zudem ist er als Dozent an den Universitäten Münster und Leipzig tätig sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen.
Die Bankenaufsicht ist aus dem Leben jedes Bankers nicht mehr wegzudenken. Sie bestimmt in weiten Teilen das bankgeschäftliche Handeln und reicht weit über die tägliche Arbeit von Bankvorständen und -aufsichtsräten hinaus. Insoweit gehören zur Kernzielgruppe nicht nur die Leiter und Mitarbeiter einer Bank, sondern auch Bankjuristen, Abschlussprüfer, Verbände, Hochschulen, Behörden und politische Institutionen.

Bei der Finanzmarktaufsicht konkurrieren zwei Modelle miteinander. In anderen Ländern überwacht und reguliert eine einzige Behörde den gesamten Finanzmarkt. Letzteres Modell wird als Allfinanzaufsicht bezeichnet. Da regelmäßig auch die Nationalbanken Kontrollbefugnisse gegenüber den Banken haben, spricht man meist auch dann, wenn es solche Befugnisse und zusätzlich eine Finanzmarktaufsichtsbehörde gibt, von Allfinanzaufsicht. Unregulierte oder wenig regulierte Bereiche des Finanzmarktes werden in Deutschland als Grauer Kapitalmarkt bezeichnet.

In den letzten Jahren gab es im Hinblick auf die Globalisierung der Finanzmärkte Bestrebungen die Regeln für die Finanzmarktaufsicht international zu vereinheitlichen. Bis in die 1920er-Jahre gab es praktisch keine staatliche Finanzmarktregulierung. Die Bankeigentümer trugen praktisch das Alleinrisiko für ihre Geschäfte und allfälliger Verluste. Um vom Markt allgemein als seriöse Geschäftspartner anerkannt zu sein, verfügten die Banken damals, im Vergleich zu heute, über eine wesentlich höhere Eigenkapitalquote und ein konservatives Risikomanagement. Spekulationsblasen haben schon öfter in der Geschichte zu schweren finanziellen Krisen und Wirtschaftskrisen geführt, wie in jüngerer Zeit z. New-Economy-Blase im Jahre 2000 oder die Immobilienblase im Jahr 2007. Die Verfolgung des Ansatzes einer Allfinanzaufsicht wird nicht in allen Ländern durchgeführt.

Teilweise ist die Aufsichtsbehörde auch bei der jeweiligen Zentralbank angesiedelt. Hier ist es besonders die Beschäftigung mit Finanzmarktfragen, Immobilienrisiken und Bilanzierung von Banken und Versicherungen. Durch Beobachtung und Analyse der Entwicklungen auf den nationalen und internationalen Finanzmärkten können aktuelle Entwicklungen zeitnah in die Aufsichtspraxis übernommen werden. Konkrete Anfragen und Beschwerden zu Banken, Finanzdienstleistern und Versicherungen werden bearbeitet. Dadurch kann das Verhalten des Unternehmens gegenüber seinen Kunden geprüft werden und eventuelle Schwachstellen in der Organisation gefunden werden. Durch weitreichende Ermittlungs- und Eingriffskompetenzen der Bundesanstalt wird die Einhaltung des Verbots überwacht, ob Bank-, Finanzdienstleistungs- und Versicherungsgeschäfte mit staatlicher Erlaubnis betrieben werden.

Verhinderung der Transaktionen mit kriminellem Hintergrund wie z. Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und der Beitrag zur Aufdeckung und Bekämpfung dieser gehört zur ordnungsgemäßen Geschäftspolitik aller Unternehmen im Finanzsektor. Ihre gemeinsame Arbeit besteht vor allem darin, die Institute zu überwachen. Dazu zählen auch die Durchführung und Auswertung der bankgeschäftlichen Prüfungen zur Beurteilung der angemessenen Eigenkapitalausstattung und Risikosteuerungsverfahren der Institute und das Bewerten von Prüfungsfeststellungen. In Europa gibt es keine Europäische Finanzmarktagentur, die allein die Finanzmarktaufsicht übernimmt, sondern jeder Mitgliedstaat hat die Verantwortung für die Überwachung seines eigenen Marktes und seine eigene Regulierungsphilosophie.

Um sowohl einen gemeinsamen Finanzmarkt, als auch eine einheitliche Geld- und Währungspolitik verwirklichen zu können, basiert die Finanzmarktaufsicht auf den Prinzipien der Stabilität, Minimalharmonisierung, Wettbewerb der Rechtsordnungen, nationalstaatlichen Kontrolle und gegenseitigen Anerkennung. Wertpapierhandel aber dann auch in allen Bereichen der Finanzmarktaufsicht angewendet wurde, will die Kommission das Verfahren zwischen den nationalen Überwachungsbehörden und dem europäischen Gesetzgeber koordinieren. Seit langer Zeit gibt es viele global tätige Finanzmarktakteure. Obwohl es keinen weltweit verbindlichen Rahmen gibt, entwickeln sich die Märkte über die Grenzen hinweg. Wie es schon erwähnt wurde, gibt es innerhalb der EU mit Hilfe des Lamfalussy-Verfahrens verbindliche Regeln, die die Beaufsichtigten einhalten müssen. Auf globaler Ebene gibt es aber kein vergleichbares Rechtssystem.

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