Habsburgischer Adel und Aufklärung PDF

Windisch-Graetz ist der Name eines hochadeligen österreichischen Adelsgeschlechts, das urkundlich erstmals um 1220 erwähnt wurde. Seine Stammburg lag in Windischgrätz, dem heutigen Slovenj Gradec in Slowenien. 1551 erfolgte die Erhebung in den Reichsfreiherrenstand, 1682 in den Reichsgrafenstand und 1804 in den Reichsfürstenstand. 1822 folgte eine Bestätigung des Fürstentitels für Habsburgischer Adel und Aufklärung PDF, wobei zwei Brüder jeweils eine eigene Linie begründeten.


Författare: Ivo Cerman.

Die katholische Habsburgermonarchie gilt im Allgemeinen nicht als ein Zentrum der europäischen Aufklärung, und der Hofadel wird selten zu den Trägern dieser geistigen Bewegung gerechnet. Trotzdem enthüllt die Spurensuche im Milieu des Wiener Hofadels ein bedeutendes und facettenreiches Phänomen: "Aufklärung" bezeichnete dabei weder eine "Ideologie der Bourgeoisie", noch ein überepochales „Modernisierungsprojekt“, sondern ein zeitspezifisches Ideensystem, dessen Ziel es war, ein von der Religion autonomes Wertesystem auf der Basis der Moral auszubilden.

Der Autor zeigt, wie sich der an französischer Sprache und Kultur orientierte Hochadel in den habsburgischen Erbländern unter dem Druck einer Bildungskrise von der erstarrten katholischen Barockgelehrsamkeit der Jesuiten abwandte und den Weg zur gemäßigten Selbstaufklärung und Empfindsamkeit fand. Den Wandel des intellektuellen Klimas veranschaulicht die Studie am Beispiel dreier Generationen der Familien Chotek, Dietrichstein und Windischgrätz und den Erziehungstraktaten und Instruktionen, in denen die Adligen ihre moralischen Ideale der nachkommenden Generation übermittelten.

Die Besitzungen in Böhmen, Ungarn und Slowenien gingen 1918 zum Teil und 1945 schließlich ganz verloren. Bedeutender Grundbesitz der weitverzweigten Familie liegt heute jedoch noch in Österreich und Italien. Im Jahre 1251 fiel Windischgraz cum omnibus ministerialibus als Schenkung an das Patriarchat von Aquileja, deren Ministerialität die Familie nun angehörte. Böhmen, Herzog von Steiermark, Windischgraz in Besitz. 1574 erhielt die Familie das Inkolat in Böhmen. Damit verbunden war die Befähigung zum Erwerb landtäflicher Güter, das Recht zur Teilnahme an den Landtagen und zur Bewerbung um Ämter, die den Mitgliedern der Landstände vorbehalten waren. 1682 zum Katholizismus und wurde im selben Jahr in den Reichsgrafenstand erhoben.

Nachlaßüberschuldung seines Großvaters 1755 Roth-Lhotta und 1756 Trautmannsdorf verkaufen. Ihm folgte sein Sohn, Fürst Alfred II. Nach dem Tod von Alfred III. 504 ha in der Tschechoslowakei, 2. Enkel eines Bruders von Alfred II. Der jüngere Bruder von Fürst Alfred I. Jüngere Linie des Hauses, als deren Chef er seit 1822 ebenfalls den erblichen österreichischen Fürstentitel führte.

Aus den Mitteln des Nachlasses seiner Mutter erwarb er zahlreiche Schlösser im heutigen Slowenien, die er teilweise auch bald wieder verkaufte. 1946 eine Italienerin und verpflanzte diesen Familienzweig nach Italien. Enkelin des Erzherzogs Maximilian Eugen von Österreich. Das Stammwappen zeigt in Rot Kopf und Hals eines gold-bezungten silbernen Wolfs. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken das Schildbild.

Die fürstlichen Wappen von 1804 und 1822 zeigen das reichsgräfliche Wappen von 1557 mit Fürstenhut und Fürstenmantel. Als Schildhalter zwei wiedersehende silberne Wölfe. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Constantin von Wurzbach: Windisch-Grätz, das fürstliche Haus, Genealogie. Constantin von Wurzbach: Windisch-Grätz, das fürstliche Haus, Wappen.

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