Geist und Gestalt der abendländischen Kunst PDF

Die Dreifaltigkeit ist ein Fresko in der Kirche Santa Maria Novella in Florenz. Es wurde geist und Gestalt der abendländischen Kunst PDF 1425 und 1428 von Masaccio geschaffen. Das Fresko war eine Stiftung zweier auch auf dem Fresko abgebildeter Personen, eines Mannes und einer Frau.


Författare: J. Braun-Vogelstein.

Was in den neunzehn Kapiteln des Buches konkret anschaulich wird. ist prinzipieU und daher mehr abstrakt in der Einleitung dargelegt. Sie mag manchem Leser als Schlusswort dienlicher sein. J. B.-V. EINLEITUNG Kunst ist die Urkunde des Mensehen zu allen Zeiten und allerorten, die ursehriftliche Beglaubigung seines Wesens. Der Mensch bedarf ihrer offen­ bar schon in seiner primitiven Existenz. Bevor er einer anderen zureichen­ den Sprache machtig ist, spricht er in ihr und hart nieht auf, sich in ihr zu aussem, nachdem er langst uber andere Ausdrucksweisen verfugt. Weil sie ihm unentbehrlich ist, beh~ilt er sie auch dann noch bei. Sie ist somit das ureigene Idiom des Menschen. Was nirgends sonst sich bekundet, bezeugt sie; mehr als der Mensch versteht, gesteht sie. Sie bekennt sein Wunschen und sein Bangen, seinen Drang und seine Bedrangnis. Der klaren Bewusstheit geht die Kunst voran, und sie geht uber die Bewusstheit hinaus. Zusammenhange, die weder aus praktiseher Erfahrung noch als gedankliche Folgerung sich er­ geben, deckt sie auf. Durch sie wird Verborgenes ansehaulich. Das Wort benennt, es weist, es deutet auf etwas hin; das Kunstwerk ist, was es bedeutet. Durch ein gestaltetes Lautbild, durch rhythmische und klangliche Form, das heisst durch ein Idiom anderer Spannweite, eigener Bewegtheit und unmittelbarer Wirkung schenkt Dichtkunst der Wortsprache das Verma­ gen, Unaussprechliehes zu aussem. Wortspraehen der VOlker sind sehr verschieden, und oft bezeichnet bei demselben Volke dasselbe Wort im Laufe der Zeiten sehr Verschiedenartiges. Dieses babylonische Sprachgewirr erschwert die Verstandigung.

Möglicherweise gehörten die Stifter zu den anerkannten florentinischen Persönlichkeiten im ersten Viertel des 15. Geschaffen wurde das Bild im Zeitraum von 1425 bis 1428, genannt werden verschiedene Jahre innerhalb dieser Spanne. Masaccio legte zunächst die groben Umrisse und Konturen des Freskos mit einer Vorzeichnung auf den Rohputz fest. Im gewählten Fluchtpunkt der Perspektive, dieser befindet sich auf Augenhöhe eines stehenden erwachsenen Menschen, schlug er einen Nagel ein und befestigte Schnüre daran, die er in die gewünschte Perspektivrichtung spannte.

Die so entstehenden Linien drückte er in den jeweils aufgetragenen frischen, feinen Kalkputz bzw. Das Fresko besteht aus zwei Teilen, die miteinander in Verbindung stehen. Der obere Teil umfasst den gekreuzigten Jesus, der untere zeigt die Abbildung eines Gerippes auf einem Sarkophag und eines Sinnspruches. Während der obere Teil über die Jahrhunderte sichtbar blieb, wurde der untere Teil von einem im 16.

Masaccio wählte als punktperspektivisch dargestellten Hintergrund ein kassettiertes Tonnengewölbe, das von vier Säulen mit ionischen Kapitellen getragen wird. Die obere Hälfte des Freskos enthält zunächst eine Darstellung der Dreifaltigkeit. Christus ist als Gekreuzigter dargestellt, hinter ihm hält Gott das Kruzifix. Der untere Teil enthält die Darstellung eines Skelettes auf einem Sarkophag. Die Darstellung wiederholt und vertieft die Botschaft des gesamten Bildes noch einmal: Nur diejenigen, die zu Gott beten und die Fürsprache Marias und der Heiligen erhalten, werden Erlösung erfahren.

Vom Bildaufbau her stellen die Figuren eine Pyramide dar, die den kompositorischen Gegensatz zum umgekehrten Dreieck der dahinter liegenden Zentralperspektive bildet. Der Fluchtpunkt liegt in der Mitte der unteren Kante des oberen Freskos. Als weitere bemerkenswerte Neuerung werden alle Figuren, sowohl die Stifter als auch die handelnden Heiligenfiguren, im gleichen Maßstab dargestellt und nicht wie noch in der Gotik in der Größe nach ihrer geistlichen Bedeutung abgestuft. Das Bild hatte Nachwirkungen auf die europäische Kunst bis heute. Unmittelbar übernahmen Künstler wie Paolo Uccello die Perspektive, sie wurde etwas später von Fra Angelico weiterentwickelt und wurde auch für die Arbeiten Filippo Lippis bedeutend. Rynck, Die Kunst Bilder zu lesen, S. Die Kunst der italienischen Renaissance, S.

Rynck, Die Kunst Bilder zu lesen. Gestalt und Geschichte eines Gemeinwesens, S. Semrau, Die Kunst der Renaissance in Italien und im Norden, S. Woermann, Die italienische Bildnismalerei der Renaissance, S.

Stützer, Malerei der italienischen Renaissance, S. Architektur, Skulptur, Malerei, Zeichnung, Tandem Verlag, Köln 2007, ISBN 978-3-8331-4582-7. Max Semrau, Die Kunst der Renaissance in Italien und im Norden, 3. III aus Wilhelm Lübke, Grundriss der Kunstgeschichte, 14.

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