Gedanken-Übertragung PDF

Die Beobachtung dieses Phänomens geht auf Sigmund Freud zurück, der feststellte, dass eine Übertragung nicht nur selbst einen Widerhall früherer Beziehungen darstellt, sondern ihrerseits ein Echo im Therapeuten hervorruft. Wie Übertragungen sind auch Gegenübertragungen praktisch allgegenwärtig, da Menschen, gedanken-Übertragung PDF miteinander zu tun haben, im Gegenüber ständig unbewusst Gefühle auslösen, die mit ihrer eigenen Geschichte zu tun haben.


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Dokumentation zum 4. Aphoristikertreffen vom 4.-6. November 2010 in Hattingen/Ruhr. Was kann beim Aphorismus nicht alles Gedanken-Übertragung sein: Wie kommt der Aphorismus von einer Sprache in die andere? Was gewinnt, was verliert er dabei? Wie und wieso kommt der Gedanke zu (s)einem Bild und umgekehrt? Wie und warum werden viele Zitate, Sprichwörter und Redewendungen in den Aphorismus übertragen und abgewandelt? Wie ist das europäische Netz der kleinen Gattung seit den Tagen eines La Rochefoucauld im 18. Jahrhundert bis in unsere Gegenwart geknüpft? Vor allem Fragen des Übersetzens, des Übertragens von Aphorismen standen damit auf der Agenda des Aphoristikertreffens im für die Ruhrregion so bedeutsamen Kulturhauptstadtjahr 2010. Im vorliegenden Band findet der Leser alle Fachvorträge der Tagung. Er ist erweitert um Aufsätze von Werner Helmich und Stefan Kaszynski, die die Diskussion um die Übersetzung von Aphorismen auf dem Treffen wesentlich bereicherten. Wie in den früheren Bänden sind des weiteren jeweils drei Aphorismen der Tagungsteilnehmer/innen zum Themenkranz "Gedanken-Übertragung" abgedruckt. So wird wieder ein aspektreiches Kompendium über den Umgang mit Aphorismen – in Theorie und Praxis – vorgelegt.

Engere Beziehungen oder Freundschaften zwischen Therapeut und Patient machen therapeutisches Arbeiten unmöglich, da dieses eine hinreichende emotionale Distanz voraussetzt. Auch in der pädagogischen Arbeit ist eine Balance von Nähe und Distanz unverzichtbar, zumal hier eine noch deutlichere Stärke-Schwäche-Dynamik zugrunde liegt als im psychotherapeutischen Kontext. Personen, die sich in einer Schwächeposition befinden, sind auf die objektive und vorurteilsfreie Behandlung durch einen Stärkeren angewiesen. Dies führt immer wieder zu Missverständnissen und Widersprüchen in den Diskussionen.

Gegenübertragung unterscheiden, je nachdem, ob eher angenehme oder eher unangenehme Gefühle im Vordergrund stehen. Die Formen der Gegenübertragung sind sehr vielfältig. Sie reichen von Zuneigung, sozialen oder zärtlichen Wünschen bis hin zu negativen Gefühlen, Abneigung oder abwertenden Gedanken und Äußerungen, die der Therapeut dem Patienten entgegenbringen kann. In der Gruppenpsychotherapie ist für den Gruppentherapeuten die Komplexität und Pluralität der Übertragungen und Gegenübertragungen der Teilnehmer untereinander und auf den Gruppentherapeuten und umgekehrt eine große fachliche und persönliche Herausforderung. Gegenübertragung in der Gruppe ist also immer multipel, zusammengesetzt aus den Gegenübertragungen auf verschiedene Teilnehmer.

Der Umgang mit der Gegenübertragung stellt eine der größten Herausforderungen und Chancen für Psychotherapeuten, Ärzte, Pädagogen etc. Bei Schwierigkeiten im Übertragungs-Gegenübertragungs-Gefüge ist zur Auflösung der Situation häufig Unterstützung von dritter Seite nötig, beispielsweise reflektierende Gespräche, Intervision oder Supervision mit Kollegen sowie ggf. Hier können die Gegenübertragungsphänomene belastend für Therapeuten werden, wenn beispielsweise bei Patienten mit chronischen Schmerzsymptomen die Schmerzen für den Therapeuten im eigenen Leib spürbar werden oder beim bekannten Symptomwechsel von Klienten mit chronischer Hypertonie. Thure von Uexküll schreibt noch von der Schwierigkeit des Therapeuten, beständig mit dem Symptom Umgang zu haben, ohne dabei zum Patienten vordringen zu können.

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