Evangelische Predigtlehre PDF

Predigt und ihr Subjekt: Das Ich auf der Kanzel. Zu den elementaren Bedingungen evangelische Predigtlehre PDF Predigt als einer Rede von Mensch zu Mensch gehören zunächst die Gegebenheiten von Verstehen und Verständigung.


Författare: Wolfgang Trillhaas.

Sofern es sich dabei zugleich um eine religiöse Rede in der Tradition des Christentums sowie im Kontext von Kirche und Gemeinde handelt, ist außerdem zu fragen, wie jene Bedingungen theologisch gedacht werden können und welche Konsequenzen sie für die Predigt als eine Form der religiösen Praxis des Christentums haben. Hinzu kommt die pastorale Homiletik: über den Hirtendienst des Predigers. In der neueren Homiletik wird dabei das sog. Der Inhalt einer Predigt wird durch unterschiedliche Elemente geprägt.

Es geht um personale und kommunikative Kompetenzen. Eine persönliche Predigt zeugt im Optimalfall von der inneren Kongruenz der Person, individueller Originalität und erfahrungsbezogener Authentizität. Rahmen des in seiner Gemeinschaft Üblichen. Diese Anforderungen können in Spannung zueinander stehen. Eine gute Predigt nimmt die Lebenswirklichkeit der Hörenden ernst.

Das Predigtgeschehen als ein Verstehens- und Kommunikationsprozess kann in vier Phasen eingeteilt werden. In jeder Phase wird etwas interpretiert und produziert. Der Bibeltext ist die Produktion eines Autors, der ein Ereignis wahrgenommen und mündliche oder sonstige Quellen verarbeitet hat. Der Text gehört also zunächst zur Situation des Autors.

Predigende sich mit dem Text beschäftigt, gehört er zugleich auch in die Situation der Predigenden, was uns zur zweiten Phase führt. Text, der zu der Produktion eines neuen Textes führt. Diese Phase reicht also vom Bibeltext bis zum Predigtmanuskript. Botschaft, die im Manuskript festgehalten wird. Manuskript kann im weiteren Sinne aber auch die Gedankengänge bezeichnen, die im Vorfeld zur Predigt feststehen.

Diese Phase ist die zweite Phase der Situation der Predigenden. Die Predigenden interpretieren dabei ihr Manuskript und produzieren eine sowohl sprachlich als auch nonverbal verfasste Botschaft. Dieser Predigtvortrag dient als Quelle der Interpretation der Hörenden. Diese Phase betrifft die Situation der Hörenden. Diese Phase beinhaltet die Veränderungen, die bei den Hörenden durch die Predigt in Gang gesetzt wurden.

Die Predigt stellt kein isoliertes Geschehen dar, sondern ist in einen Gesamtzusammenhang eingebettet. Rhetorik: Mundart oder Schriftsprache, frei sprechen oder vorlesen, Gestik, Mimik, Artikulation. Technische Hilfsmittel: Mikrophon, Beamer, Kurzfilm oder Musikaufnahme einspielen. Homiletik beschäftigt sich auch mit den Facienda, also mit der Frage, wie eine Predigt zu machen ist. Dabei kann man drei Phasen identifizieren: die Vorbereitungsphase, die analytische Phase und die Entwurfsphase. Hilfreich kann ein homiletisches Tagebuch sein. Weniger ertragreich ist es, Ereignisse zu erfinden, um einen Bibeltext zu veranschaulichen.

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