Erinnerungen der Kaiserin Katharina II. PDF

Land in Deutschland hatte man bereits 1816 eine Verfassung verabschiedet. Augusta war erst fünfzehn Jahre alt, als sie 1826 erstmals ihrem späteren Mann, dem Prinzen Wilhelm von Preußen, begegnete. Es war vor allem sein Vater, der ihn bedrängte, Augusta als erinnerungen der Kaiserin Katharina II. PDF Ehepartnerin in Erwägung zu ziehen.


Författare: Kaiserin Russland Katharina II..
Nachdruck der deutschsprachigen Ausgabe der Autobiographie von 1907 über die deutsche Prinzessin auf dem russischen Thron.

Wilhelm selbst war zu diesem Zeitpunkt noch heftig in die polnische Prinzessin Elisa Radziwiłł verliebt. Eine eheliche Verbindung mit ihr wäre jedoch aus der Sicht des preußischen Königshofs eine Mesalliance gewesen, da Elisa nicht ebenbürtig war. Die Historikerin Karin Feuerstein-Praßer wertete die Korrespondenz der beiden Verlobten aus und zeigte, mit welch unterschiedlichen Erwartungen die beiden die Ehe eingingen: Seiner Schwester Charlotte, der Gemahlin von Zar Nikolaus I. Juni 1829, am Tag nach ihrer Ankunft von der dreitägigen anstrengenden Reise von Weimar nach Berlin, heiratete Wilhelm seine vierzehn Jahre jüngere Verlobte in der Kapelle von Schloss Charlottenburg. Augusta wurde am preußischen Königshof wohlwollend aufgenommen, sie begann jedoch bald, sich an dem militärisch-nüchternen Berliner Hof zu langweilen. Die Wahrnehmung karitativer Aufgaben und Funktionen, die dieser Langeweile hätte entgegenwirken können, blieb ihrer Schwägerin, der Kronprinzessin Elisabeth, vorbehalten.

Wenn Du glaubst, daß Augusta mich oft, als zu kindisch, nicht ganz befriedigt, so ist das nicht der Fall, da sie, ganz im Gegenteil, eigentlich zu wenig die Tendenz ihres Alters hat und mich eher in dieser Hinsicht impatieren könnte. Diskussionen führen hört, wird jene Reputation begründet zu glauben finden, und das ist mir unlieb. Ich habe sie schon oft darauf aufmerksam gemacht und ihr auch namentlich empfohlen, ihre sehr gereiften Geistesgaben wenigstens dadurch in Einklang mit ihrem Alter und ihrem Geschlecht zu halten, daß ihre Äußerungen weniger als festes Urteil erscheinen, als vielmehr als ihre Meinung. Auch sexuell schienen die zwei Ehepartner nicht miteinander zu harmonieren.

In einem Brief, den Wilhelm am 22. Januar 1831 an seine Schwester Charlotte schrieb, beklagte er sich über die mangelnde Weiblichkeit seiner Frau. Das erste Kind, der spätere Deutsche Kaiser Friedrich, kam am 18. Wilhelm und Augusta waren zu diesem Zeitpunkt schon mehr als drei Jahre verheiratet. Kaiserin Augusta, Porträt von Franz Xaver Winterhalter, 1853. Jahre 1845 begann sie, sich sehr intensiv mit politischen Fragen auseinanderzusetzen.

Wie so viele andere liberal gesinnte Menschen hatte sie hoffnungsvoll auf die Thronbesteigung Friedrich Wilhelms IV. Schwagers, reagiert, der als moderner, aufgeschlossener Mensch galt. Regentschaft bis zur Volljährigkeit ihres Sohnes übernehmen sollte. Da die Briefe und Tagebücher jener Zeit später durch Augusta vernichtet wurden, ist heute nicht mehr nachvollziehbar, ob sie diesen Plan ernsthaft erwogen hat. Gelegenheit, ein Hofleben zu gestalten, wie sie es aus ihrer Kindheit am Weimarer Hof gewöhnt war.

Gleichfalls im Jahre 1858 wurde Wilhelm als Regent eingesetzt, nachdem sein Bruder nach mehreren Schlaganfällen nicht mehr regierungsfähig war. Augusta musste das von ihr geschätzte Koblenz wieder verlassen und kehrte gemeinsam mit ihrem Mann nach Berlin zurück. Zu dieser Situation trug wesentlich bei, dass Augusta zwar intelligent und politisch neugierig war, ihr jedoch jegliches Fingerspitzengefühl und diplomatisches Vorgehen abging. Mann fiel sie mit schulmeisterlichen Belehrungen auf.

Immerhin war es ihr als Königin von Preußen nun möglich, sich karitativ zu betätigen. Augusta, die Krieg verabscheute, gründete 1866 den Vaterländischen Frauenverein, der sich um verwundete und erkrankte Soldaten kümmerte. Ihre persönlichen Auseinandersetzungen mit Bismarck setzten sich auch nach 1871 fort. Im Kulturkampf, der sich vornehmlich gegen die katholische Kirche richtete, ergriff sie entschieden Partei für die katholische Kirche. Es gelang ihr, Wilhelm dazu zu überreden, die katholischen Orden, die krankenpflegerische Dienste versahen, nicht wie die anderen Orden zu vertreiben.

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