Einführung in die Urkundenlehre PDF

Aufgabe der Paläografie ist es, die lebendige Entwicklung der Schrift in ihren Einzelheiten an den überlieferten Schriftdenkmälern nachzuvollziehen. Hartmut Günther, Otto Einführung in die Urkundenlehre PDF: Schrift und Schriftlichkeit.


Författare: Thomas Vogtherr.

Urkundenlehre ist als Historische Hilfswissenschaft unentbehrlich. Über lange Zeiten hinweg ist das Mittelalter das Urkundenzeitalter schlechthin: Urkunden stellen daher eine der zentralen Quellenarten für diese tausend Jahre europäischer Geschichte dar.

Thomas Vogtherr bietet in diesem Band eine Einführung in Urkunden als Quellen, in den wissenschaftlichen Umgang mit diesen Quellen und in ihre Bedeutung für die Erschließung der mittelalterlichen Geschichte. Er gibt dem Leser das notwendige Handwerkszeug für den Umgang mit Urkunden der Kaiser und Könige, der Päpste sowie anderer Aussteller. Darüber hinaus behandelt er wesentliche Stationen der Wissenschaftsgeschichte und gibt erste Anregungen zur Auswertung von Urkunden – auch im Rahmen kulturwissenschaftlicher Fragestellungen. Abgerundet wird der Band durch umfangreiche Illustrationen und weiterführende Literaturhinweise.

An Interdisciplinary Handbook of International Research. Bernhard Bischoff: Paläographie des römischen Altertums und des abendländischen Mittelalters. Karin Schneider: Gotische Schriften in deutscher Sprache. Reichert Verlag, Wiesbaden 1987, ISBN 3-88226-281-8. Die oberdeutschen Schriften von 1300 bis 1350. Reichert Verlag, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-89500-603-6. Karin Schneider: Paläographie und Handschriftenkunde für Germanisten.

Valery Stojanow: Die Entstehung und Entwicklung der osmanisch-türkischen Paläographie und Diplomatik. Kodikologie und Paläographie im digitalen Zeitalter. Codicology and Palaeography in the Digital Age. BoD, Norderstedt 2009, Volltext, ISBN 978-3-8370-9842-6. Kodikologie und Paläographie im digitalen Zeitalter 2. Diese Seite wurde zuletzt am 9. November 2018 um 04:45 Uhr bearbeitet.

Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen. Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Verwandtschaft mit tugh, dem Rossschweif als Rangabzeichen der Osmanen, wurden erwogen. In ihrer klassischen Form aus dem 16.

Jahrhundert vereint die osmanische Tughra den Namen des osmanischen Herrschers und den seines Vaters mit aus dem Persischen und Mongolischen entliehenen Titeln sowie arabischen Wörtern und bedient sich der arabischen Schrift. Von der ersten erhalten gebliebenen, schlichten Tughra Orhan Ghazis bis zur prachtvollen Tughra Süleymans I. Die Tughras enthalten immer mehr Text und werden, besonders seit Bayezid II. Gleichzeitig nimmt ihre Größe zu, von etwa 7 cm Breite bei Orhan Ghazi bis etwa 40 cm Breite bei Süleyman I.

Breite der Schriftstücke, in denen sie verwendet wurden. Tughras werden von rechts unten nach links oben gelesen, kleine Brüche in der Abfolge sind aber möglich. Der entflochtene Text der Tughra Süleymans I. In Einzelteilen dargestellte Tughra Sultan Süleymans I. Die Entwicklung der kalligraphischen Gestalt der osmanischen Tughra begann bereits mit den Tughras Orhan Ghazis und Murads I.

Ihr Vergleich zeigt die Herausbildung der später Beyze genannten ovalen Formen. Die arabischen Buchstaben Nūn krümmen sich immer mehr zur ovalen Beyze. Dass die Gestalt der Tughra der 1365 als Stempel gebrauchten, in Farbe getauchten Hand des angeblich schreibunkundigen Sultans Murad I. Legende und konnte bisher nicht verifiziert werden. Sie gab den imperialen Schreiben, einem Siegel gleich, Gültigkeit und beglaubigte sie. Der gute Erhaltungszustand vieler Tughras kommt davon, dass deren Schriftstücke meist gerollt und manchmal gefaltet und in Seidenbeuteln oder Schatullen aufbewahrt wurden. Blattsammlungen oder gebunden von festen Einbänden geschützt.

000 Schriftstücke verfertigt und nahezu immer, meist im Kopfteil mit seiner als Formel wie üblich gleich bleibenden Tughra versehen. Nur sehr wenige Tughras gelten als mechanisch vervielfältigt. Nişāncı Tevḳīʿi Cafer auf Ausschnitten aus einem Mülk-nāme des Sultans Mehmed IV. Anlässe für imperiale Schreiben waren beispielsweise Stiftungen, Ernennungen, Beförderungen, diplomatische Botschaften, Beglaubigungen, die Übertragung von immobilem Eigentum, die Schlichtung von Streitigkeiten, also Erlasse aller Art. Die Schriftstücke wurden meist in unterschiedlich stark stilisiertem osmanischem Türkisch verfasst.

Für die Applikation der Tughras führte der jeweilige Nişāncı die Verantwortung, der nach dem Aufstieg der Nişāncı zu Leitern der imperialen Kanzlei und Teilnehmern des Dīwāns laut einem Gesetz Mehmeds II. Gelehrter sein musste, möglichst ein Professor an einer Medrese. Er zeichnete die Tughra meist in seinem Büro oder im Dīwān oder ließ sie dort zeichnen. Er signierte auch oft die Fermāne, die eine Tughra trugen, als Zeuge. Moschee in İznik gesehen, was heute allerdings nicht mehr verifiziert werden kann.

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