Eden, Adenauer und die deutsche Frage PDF

Das Vertragswerk wurde zwar durch die Bundesrepublik, Großbritannien und die USA ratifiziert, trat jedoch wegen des darin vorgesehenen Junktims mit dem EVG-Vertrag nicht in Kraft, weil die französische Nationalversammlung am 30. August 1954 eden, Adenauer und die deutsche Frage PDF Ratifizierung des EVG-Vertrages ablehnte. Weitere Bestimmungen des Generalvertrages und der Zusatzverträge drückten sich in Sonderrechten der Westmächte aus, unter Vorbehalt jener Rechte und Verantwortlichkeiten, die Berlin und Deutschland in seiner Gesamtheit, die endgültige Friedensregelung und die deutsche Wiedervereinigung betrafen.


Författare: Yvonne Kipp.
Das Verhältnis zwischen Konrad Adenauer und Anthony Eden, dem britischen Außen- bzw. Premierminister 1951-1957, war ein wichtiger Faktor im Prozess der Einbindung der Bundesrepublik in das Bündnis der westlichen Demokratien. Die Bedeutung dieses Verhältnisses wurde bisher nur unzureichend wahrgenommen. Nun wird es zum ersten Male seinem Gewicht angemessen analysiert.
Ein wichtiges Buch über die britische und deutsche Außenpolitik in einer entscheidenden Phase der Nachkriegsgeschichte – und zugleich ein Buch über die Bedeutung der Persönlichkeit in der Politik.

Adenauers Memoranden für die Westmächte vom 29. Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 war der Kriegszustand mit den Alliierten noch nicht aufgehoben. Bereits im November 1949 schaffte die Alliierte Hohe Kommission den Lizenzzwang für die Neugründung politischer Parteien ab, im April und Juli 1951 verminderte sie ihre Produktionsbeschränkungen für die deutsche Industrie. In kleinen Schritten erhielt die Bundesrepublik ihre innere Souveränität zurück, nur nicht auf militärischem Gebiet. Ein alliiertes Gesetz, das am 1. Bundeskanzler Konrad Adenauer war schon in den Monaten vor dem Überfall Nordkoreas darüber besorgt, dass die Rote Armee den Streitkräften der Westmächte in Westeuropa weit überlegen war.

Mit Beginn des Koreakrieges am 25. Juni 1950 verlagerten die USA ihr Engagement von Europa weg nach Ostasien. Der Krieg in Korea und die Furcht vor einem neuen Weltkrieg in der öffentlichen Wahrnehmung entsprach internen Bedrohungsszenarien der US-Militärs, das seit 1950 eine Aufrüstung der Bundesrepublik forderte. August um eine Darlegung seiner Ansichten über das Verhältnis der Bundesrepublik zu den Alliierten. Es war erst Thema im wesentlich ausführlicheren Sicherheitsmemorandum. Fall der Bildung einer internationalen westeuropäischen Armee einen Beitrag in Form eines deutschen Kontingents zu leisten.

Das Bedrohungsszenario, das der Bundeskanzler in seinem Sicherheitsmemorandum vom 29. Eines der schwierigsten Probleme, das noch im November 1951 ungelöst war, als Adenauer bereits zur Paraphierung des Generalvertrages nach Paris reiste, war die Oder-Neiße-Grenze. Ein weiteres dorniges Problem war die sogenannte Bindungsklausel, die besagte, dass die Westverträge auch für ein zukünftiges wiedervereinigtes Deutschland unumkehrbar gelten sollten. Parallel dazu liefen Verhandlungen zwischen Frankreich, den Benelux-Staaten, Italien und der Bundesrepublik über eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft: Anknüpfend an die europäische Integration, die mit der am 18.

Die Verhandlungen über eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft lösten in der Sowjetunion Besorgnis aus. Auf erbitterten Widerstand stießen Deutschlandvertrag und EVG bei der SPD-Opposition, die befürchtete, Wiederbewaffnung und Westintegration würden die Chancen auf eine Wiedervereinigung schmälern. Der Parteivorsitzende Kurt Schumacher erklärte am 15. Die Ratifizierung zog sich hin, weil das französische Parlament den Deutschland- und den EVG-Vertrag nur gleichzeitig ratifizieren wollte. Die Vorbehalte gegen deutsches Militär waren sieben Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs noch groß. Während der Verhandlungen in Paris wurden einige Artikel des Deutschlandvertrages revidiert.

Der allgemeine Notstandsvorbehalt der Alliierten wurde aus dem Deutschlandvertrag genommen. Die Souveränitätsbeschränkungen durch die Vorbehaltsrechte blieben in Kraft, die bezüglich des Notstands aber nur, bis die Bundesrepublik eigene Notstandsgesetze erließ. Andere Souveränitätbeschränkungen galten bis zur Wiedervereinigung Deutschlands 1990 fort. Mit Inkrafttreten der endgültigen Fassung vom 23. Mai wurde auch das Besatzungsstatut aufgehoben, die Alliierte Hohe Kommission aufgelöst und die Ratifikationsurkunden für die Pariser Verträge in Bonn hinterlegt. Die Hohe Alliierte Kommission und die Dienststellen der Landeskommissare wurden zu diesem Datum aufgelöst.

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