Die Stärkeren im Geiste PDF

Wie bin ich geworden, die Stärkeren im Geiste PDF ich bin? Referentin sowie Tätigkeit als freie Autorin und Übersetzerin. DDR-Alltag im Film Verbotene und zensierte Spielfilme der DEFA Der Film genoss in der DDR einen hohen Stellenwert.


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Der Widerstand der Weißen Rose ist einzigartig. Er weist auf die politischen Grundwerte wie die Würde des Menschen, die umfassenden Freiheitsrechte sowie auf dei Grundsätze des demokratischen Rechtsstaates. Die Weiße Rose war die einzige Gruppe im Widerstand, die die unwürdigen Pogrome und die Vernichtung der Juden anklagte. Ihre Beweggründe waren in einer tiefen christlichen Gläubigkeit verankert. Schon in den Flugblättern stellte sie das NS-Regime als "das Böse" an den Pranger. Sie wollte das deutsche Volk wach rütteln. Die Weiße Rose überwand konfessionelle Grenzen, um sich für eine gute Ordnung einzusetzen. Im Vertrauen auf diese innere Kraft gewann sie den Glanz, der bis heute Zeichen setzt, Zeichen der Hoffnung. Das Buch folgt diesen Spuren.

Entsprechend waren die Filmemacher und vor allem der einzige staatliche Filmbetrieb, die DEFA, ständiger Überwachung ausgesetzt. Die Filmpolitik der SED im Spiegel der DEFA-Produktionen, Berlin 2002. Lohnt sich rund ein Jahrzehnt nach der deutschen Wiedervereinigung die Beschäftigung mit dem Filmerbe eines untergegangenen Staates? Oder, wie der DDR-Regisseur Egon Günther in der „Zeit“ fragte: „Lohnt es sich, die Hand voll alter, verdammt schöner DEFA-Filme aus dem Keller zu holen? Denn kaum ein anderes Medium als der Film spiegelt gesellschaftliche Realitäten unmittelbarer und zeitnaher wider, nirgendwo sonst lässt sich kollektives Erleben besser nachempfinden, und kaum eine andere Kunstform gibt mehr Sichten auf den Alltag der Menschen frei. Entsprechend mehren sich auch die Forschungen zum Filmwesen der DDR, das als abgeschlossenes Forschungsgebiet Aufschlüsse vielerlei Art geben kann, vor allem zum Verhältnis von Politik und Kultur. Die Satellitenstaaten im sowjetischen Einzugsbereich, allen voran die DDR, taten es dem „Bruderland“ gleich und begannen unmittelbar nach ihrer Entstehung mit dem Aufbau eines eigenen Filmwesens.

Ebenso wie die politische und gesellschaftliche Landschaft im Osten war auch das Filmwesen geprägt von einem Wechselspiel zwischen repressivem Eingreifen und kontrollierten Zugeständnissen. Dieses Auf und Ab erlaubte der Kunst wenig Freiraum. Die Filmschaffenden versuchten die Gratwanderung, auf der einen Seite ihre eigenen künstlerischen Ansprüche zu verwirklichen und auf der anderen Seite der Zensur und den ständig drohenden Verboten aus dem Weg zu gehen. Auch die entstandenen Filme waren von nun an stärkerer Kritik ausgesetzt, Drehbücher und Projekte mussten zahllose Instanzen passieren. Viele Filme der ersten Jahre, wie beispielsweise „Die Mörder sind unter uns“ oder „Die Buntkarierten“, die beim Publikum sehr erfolgreich waren, wurden nun von vereinzelten Funktionären als bürgerlich, unverbindlich und nicht ausreichend fortschrittlich bezeichnet.

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