Die Röntgentherapie in der Dermatologie PDF

Dies ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel. Dermatophyten sind an bestimmte Hauptwirte angepasst, bei denen oft keine oder nur geringe Entzündungsreaktionen ausgelöst werden. Erkrankungen bei Hauptwirten verlaufen daher meist milder, aber langwieriger als bei anderen Wirten. Das klinische Erscheinungsbild ist sehr variabel, meist treten Hautrötung, vermehrte Schuppenbildung und Die Röntgentherapie in der Dermatologie PDF auf.


Författare: Frank Schultz.

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.

Der Erregernachweis ist aufwendig und nur durch Kombination mehrerer Verfahren verlässlich, ohne ihn ist die Diagnose aber nicht sicher zu stellen. Konidien sind ungeschlechtlich gebildete Sporen, die der Vermehrung der Nebenfruchtform dienen. Dermatophyten sind an bestimmte Hauptwirte angepasst, bei denen nur geringe Entzündungsreaktionen ausgelöst werden, was das Überleben der Pilze sichert. Daher verlaufen solche Infektionen meist milder, aber langwieriger als solche durch nicht-adaptierte Erreger. Die Hauptwirte können sogar symptomlose Träger sein und stellen das Erregerreservoir dar.

Alle zoophilen Pilzarten sind vom Tier auf den Menschen, aber auch von Mensch zu Mensch übertragbar. Sie waren in Deutschland deshalb auch bis 1981 meldepflichtig. Der Anteil der jeweiligen Pilze an Erkrankungen des Menschen variiert. Dermatophytosen kommen weltweit vor und sind häufige, wenn auch in den allermeisten Fällen nicht lebensbedrohliche Erkrankungen. Sie treten bei Säugetieren, Vögeln und Reptilien auf. Streuner und praktisch alle Tiere in Katzenzuchten sind meist asymptomatische Träger.

Die Ansteckung erfolgt durch direkten oder indirekten Kontakt mit Sporen. Die Pilzsporen sind außerordentlich resistent gegenüber Umwelteinflüssen und bis zu vier Jahre infektiös. Sporenrasen, so dass pilzbefallene Haare die Hauptansteckungsquelle bilden. Damit es zu einer Pilzerkrankung kommen kann, müssen die Sporen in die Hornschicht, Nägel oder Haare eindringen. Dabei müssen sie die mechanische Barriere, die natürliche Hautflora und das Immunsystem der Haut überwinden. Das Ausmaß einer Dermatophytose ist sowohl von der Anzahl der Sporen und ihrer Virulenz als auch von Wirtsfaktoren wie Abwehrlage und Mikroklima der Haut abhängig. Nach der Virulenz werden obligat pathogene Dermatophyten, die generell krankheitsauslösend wirken, und fakultativ pathogene Dermatophyten, die nur unter begünstigenden Umständen zu einer Erkrankung führen, unterschieden.

Eine Dermatophytose kann sich auf unterschiedliche Art und Weise manifestieren, was die Diagnosestellung stark erschweren kann. Prinzipiell kann weder aus dem Ort des Auftretens noch vom Ausmaß der klinischen Veränderungen ein Rückschluss auf den Erreger gezogen werden, ein Fußpilz kann also durch verschiedene Dermatophyten verursacht werden. In der Tiermedizin ist die Einteilung nach befallener Körperregion nicht üblich. Gelegentlich kann es als Überempfindlichkeitsreaktion auf einen Hautpilz zu einer juckenden Hautreaktion an einer anderen Stelle kommen, in der selbst keine Dermatophyten nachweisbar sind, einem Dermatophytid. Die Diagnostik von Dermatophytosen war bisher schwierig und zeitaufwendig.

Keines der Nachweisverfahren allein lieferte sichere Ergebnisse. Der molekulare Nachweis von erregerspezifischen Genabschnitten eröffnet die Möglichkeit einer sicheren und zuverlässigen Diagnostik bei Verdacht auf Dermatophytose. Eine einfache und preiswerte Untersuchung ist der Direktnachweis der Erreger im Hornmaterial. Dieses wird hierzu mit einem sterilen Holzspatel oder einer Ringkürette abgekratzt. Bei Hautherden sollte dies aus dem Randbereich der Läsion erfolgen, da nur dort vitale Pilze zu erwarten sind. Die Einwirkzeit beträgt etwa eine halbe Stunde, durch vorsichtiges Erwärmen kann der Vorgang beschleunigt werden.

Um eine Auskristallisation zu vermeiden, sollte die Probe in einer feuchten Kammer gelagert werden. Die Untersuchung im Nativmaterial ermöglicht keine Differenzierung des Erregers, auch die Abgrenzung von Schimmelpilzen oder Hefen von Dermatophyten ist schwierig. Zudem können Artefakte die mikroskopische Beurteilung erschweren. Für den Nachweis eines Nagelpilzes ist diese Untersuchung jedoch sicherer als die Pilzkultur. Dermatophytoseverdacht anzuraten, gleichfalls zur Identifizierung von symptomlosen Trägern wie beispielsweise Tieren im gleichen Haushalt.

Die Probenentnahme erfolgt wie beim Direktnachweis, bei symptomlosen Trägertieren empfiehlt sich die Entnahme von Hautschuppen und Haaren mittels einer weichen Zahnbürste. Zur Anzüchtung werden hauptsächlich der Kimmig-Agar und der Sabouraud-Dextrose-Agar eingesetzt. Neben dem Aussehen der Kultur wird auch das mikroskopische Bild beurteilt. Zu beachten ist, dass bei einer Pilzkultur immer auch falsch-positive und falsch-negative Ergebnisse auftreten können. Drittel der Pilzkulturen liefert ein falsch-negatives Resultat.

Die Stanzbiopsie mit anschließender histologischer Untersuchung ist eine weitere Möglichkeit der Diagnostik. Die Probe sollte stets vom Randgebiet des Herdes entnommen werden. UV-Licht im Bereich von 365 nm Wellenlänge aus. Der Nagelpilz, hier verursacht durch Trichophyton rubrum, ist am schwierigsten zu behandeln, Spontanheilungen sind so gut wie ausgeschlossen. Dermatophytosen können bei intaktem Immunsystem spontan, also ohne Behandlung, abheilen, wobei dieser Prozess mehrere Monate in Anspruch nehmen kann. Sie können aber auch chronisch über mehrere Jahre verlaufen. Bei einem Nagelpilz sind Spontanheilungen nahezu ausgeschlossen.

This entry was posted in Fachbücher. Bookmark the permalink.