Die Porträt-Ausgabe PDF

Titel des bekanntesten Die Porträt-Ausgabe PDF von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein. Auf seiner Italienreise erreichte Goethe am 29.


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Nach der erfolgreichen Interview-Ausgabe vom Dezember 2014 folgt die große Porträt-Ausgabe. In Zusammenarbeit mit britischen Zeitungen publizieren wir die besten Porträts der interessantesten Zeitgenossen: Jonathan Franzen, Haruki Murakami, John Grisham, Frank Gehry, Georg Baselitz, Enya, Sofia Coppola, Isabel Allende, Mario Vargas Llosa, Stephen King, Anselm Kiefer, Damien Hirst, Roberto Saviano. Grisham: „Wenn ich nicht schreiben würde, was sollte ich denn sonst tun?“ Allende: „Niemand geht durchs Leben, ohne dass ihm etwas passiert. Bei mir ist jedoch alles ein wenig übertrieben.“ Murakami: „Ich schreibe, was ich will, und ich finde, was ich will, während ich schreibe.“ Baselitz: „Ich frage mich, ob schlimme Erfahrung notwendig ist für gute Bilder.“

Aus der Entstehungszeit sind nach Schulte-Strathaus drei Vorzeichnungen erhalten, die entscheidende Phasen der Entstehung des Bildes dokumentieren. Kurz nach Goethes Tod wurde eine, vom Besitzer Goethe selbst zugeschriebene, getuschte und aquarellierte Zeichnung nach Weimar gestiftet. Goethes Sekretär Schuchardt befragte dazu den Zeitzeugen Johann Heinrich Meyer. Dieser erklärte, die Zuschreibung sei irrig. Aus dem Besitz des Freiherrn von Cotta war eine Aquarellskizze des Kopfes in Lebensgröße bekannt.

Ob es sich um ein Original oder eine Kopie handelte, war für Schulte-Strathaus nicht zu klären. Februar 1787 reisten die beiden Männer gemeinsam nach Neapel, von wo aus Goethe am 29. März nach Sizilien aufbrach, während Tischbein nach Rom zurückkehrte, um Anfang Juli ganz nach Neapel überzusiedeln. Zum Ende des Aufenthaltes hin kühlte die Freundschaft zwischen den beiden ab. Das Bild zeigt in mehr als Lebensgröße den Dichter im Viertelprofil, auf Gesteinsquadern ruhend, die sich anhand einer Vorzeichnung zu dem Gemälde als die Trümmer eines umgestürzten ägyptischen Obelisken identifizieren lassen. Sein Blick geht ernst und sinnend in die Ferne.

Er trägt einen hellen mantelartigen Umhang, unter dem eine rote Jacke sichtbar wird, eine ockerfarbene Bundhose, hellblaue seidene Strümpfe und einen blaugrauen Schlapphut. Ganz offensichtlich hat die Darstellung Goethes erhebliche anatomische Mängel. So wirkt das linke Bein des Dichters unnatürlich lang, die Proportion zwischen Beinen und Torso wirkt ebenso irritierend wie die Haltung der Schultern gegenüber den Beinen, offensichtlich sind zwei linke Füße mit den entsprechenden Schuhen abgebildet. Deshalb stellte sich die Frage, ob Tischbein mit der Darstellung überfordert war. Gauffier, ein Schüler Jacques Louis Davids, war seit 1785 an der französischen Akademie in Rom tätig. Die Komposition des Bildes basiert auf der einer Radierung Nicolaes Pietersz. Berchems Werk enthält etwa 50 Gemälde und zahlreiche Radierungen mit italienischen Landschaften und ländlichem Personal.

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