Die Kunst des Wartens PDF

Dies die Kunst des Wartens PDF ein als exzellent ausgezeichneter Artikel. Dies ist die gesichtete Version, die am 28. Die Pragmatische Sanktion und die Nachfolge Isabellas II.


Författare: Catherine Charrier.
Eine französische Affäre, eine von einer jungen Autorin erzählte Liebesgeschichte mit zwei Männern, die in Paris und Nantes spielt.
So vieles hängt vom richtigen Moment ab. Was aber, wenn dieser Moment nicht kommt?
Marie steht zwischen zwei Männern. Sie ist eine selbständige, moderne Frau, sie hat alles, was man sich wünschen kann: einen lieben Ehemann, zwei Kinder, ein reges Sozialleben, gemütliches Heim, Erfolg im Job. Lange Zeit schien ihr Leben im Lot. Doch die Affäre mit dem um einiges älteren, verheirateten Roch bringt Marie um den Verstand. Sie will Roch nicht verlieren, aber ihren pragmatischen Ehemann und ihre zwei Kinder will sie auch nicht verlassen. Wochen, Monate, Jahre vergehen. Und plötzlich sind sie da, die Tage der Entscheidung. Das Schneckenhaus zerbricht, und eine Frau findet zu sich selbst.
Die Geschichte einer amour fou aus Frankreich, ein offenherziger Roman über Leidenschaft und Vernunft, Begehren und Geborgenheit. Mit reichlich Selbstironie und französischem Charme, in prägnanten Szenen, die sich für die Protagonistin einfach nicht zu einer einzigen Wahrheit fügen wollen, erzählt Catherine Charrier die alte Geschichte von Liebe und Verlust ganz neu.
Wer die Texte von David Foenkinos, Véronique Olmi und Yasmina Reza mag, wird diesen Roman gerne lesen.

Herrschaft aber in einem grausamen Guerillakrieg mit englischer Unterstützung vertreiben. Thron und versuchte trotz aller zwischenzeitlich eingetretenen Ereignisse, an den Cortes vorbei absolutistisch weiterzuregieren. Im weiteren Kampf um eine Verfassung standen sich als Kontrahenten im Wesentlichen die liberale, sehr stark freimaurerisch geprägte und die Ideen der Französischen Revolution favorisierende Armee und die konservativ eingestellte Kirche gegenüber. Die konservative Partei waren vom hergebrachten Bild des Königs überzeugt, welcher sein Amt von Gottes Gnaden hielt und als Gottes Schild und Schwert auf Erden zu wirken. Selbst von dieser religiösen Komponente abgesehen bedeutete eine Verfassung der von den liberalen Kräften vorgesehenen Art die Errichtung eines Zentralstaats nach französischem Vorbild, was die Absolutisten ablehnten. Spanien war von jeher einem Staatenbund ähnlicher als einem Staat. Die Liberalen dagegen empfanden das geistige Klima in Spanien, welches dem freien Gedanken und freien Wort entgegenstand, als drückend und arm.

Sie sahen mit Bedauern, dass ihr Land bereits seit langem von Europa isoliert war und nach ihrem Empfinden in seiner geistigen Entwicklung anderen Nationen nachstand. Aus diesem Grund standen sie für die Ideale der Französischen Revolution ein und wünschten, dass diesen auch in ihrem Lande zum Durchbruch verholfen werden sollte. Die Zeichen, die einen ernsten Konflikt zwischen Absolutisten und Liberalen ankündigten, mehrten sich bereits zu Lebzeiten Ferdinands. Während seiner weiteren absolutistischen Herrschaft bildete sich bei den Anhängern des Absolutismus unter Führung Victor Saez’ eine radikale Gruppe, die sogenannten Apostólicos, welche die Wiedereinführung der Inquisition forderten. Auch die Liberalen radikalisierten sich immer mehr und wurden antiklerikal mit einer besonderen Abneigung gegen Ordensgeistliche. Für religiöse Belange hatten sie wenig Verständnis und wollten auch keines aufbringen. Hindernis für die Errichtung eines modernen und freien Spaniens auf.

Die Bruchstelle des künftigen Konflikts der zwei Teile der spanischen Gesellschaft zeichnete sich schon 1830 ab. Don Carlos, der Bruder Ferdinands, dessen Gesundheit sich unter seiner ausschweifenden Lebensführung immer weiter verschlechterte und der heftig unter der Gicht litt, beanspruchte die Nachfolge des Königs, dem in seinen vier Ehen kein Sohn geschenkt worden war. Ferdinand hatte seine einzige Tochter Isabella II. Abschaffung der Salischen Erbfolge und Rückkehr zur alten spanischen Erbfolge als Thronerbin bestimmt. Die in Spanien von König Philipp V. Jahr 1713 eingeführte Salische Erbfolge sah die Thronfolge von Frauen nur dann vor, wenn männliche Thronerben auch in keiner Seitenlinie mehr vorhanden waren. Bourbone, hatte diese Thronfolgeregelung am 13.

Um diese Pragmatische Sanktion, die unter Abkehr vom Salischen Gesetz die Thronfolge Isabellas vorbereitete, im eigenen Lande umsetzen zu können, machte Ferdinand den Liberalen Zugeständnisse, etwa indem er die Regierung auswechselte und ein gemäßigt-absolutistisches Kabinett berief. Spanien ist eine Bierflasche, und ich bin der Pfropfen. Alle drei carlistischen Kriege begannen als Guerillakriege, und reguläre Armeeeinheiten fanden sich in keinem Falle von Beginn an auf carlistischer Seite. In allen Fällen standen sich auch in den carlistischen Hochburgen die von unabhängigen Kleinbauern geprägten ländlichen Gebiete und die mit wenigen Ausnahmen weitgehend liberal gesinnten Städte gegenüber. Der Erste Carlistenkrieg, ein erster spanischer Bürgerkrieg und zusammen mit den weiteren Carlistenkriegen der letzte größere europäische Konflikt mit dem Ziel der Inthronisierung eines Prätendenten, brach am 5. Oktober 1833, nur sechs Tage nach Ferdinands Tod, mit einem Aufstand in den drei baskischen Provinzen aus.

Der Erste Carlistenkrieg hat viele Facetten und wurde von beiden Seiten aus vielen Motiven heraus geführt. Trennung von Kirche und Staat und eine entschiedene Forcierung eines zentralistischen Aufbau des Staats hin. Eine konstitutionelle Monarchie wollten vor allem diejenigen eigenständigen spanischen Randgebiete wie vor allem das Baskenland eben verhindern, welche ihre alten Rechte weitgehend ungeschmälert hatten bewahren können und nun nicht nur um ihre Autonomie, sondern auch um ihren Bestand als geschichtlich gewachsene territoriale Einheiten zu fürchten hatten. Münzwesen sowie in einer eigenen Verwaltungs-, Zoll- und Steuerhoheit und in der Befreiung vom spanischen Militärdienst.

Ohne baskische Erlaubnis durften die Truppen des Königs ihr Land nicht passieren. Nach carlistischem Empfinden war selbst der durch die Bourbonen herbeigeführte staatsrechtliche Zustand zu zentralistisch und daher zu überwinden. So verlangte Katalonien, welches kaum noch eigene fueros hatte, seine alten Rechte zurück. Eine Verfassung aber drohte infolge der zentralistischen und uniformistischen Bestrebungen der Liberalen, Spanien unwiderruflich zu einem Zentralstaat umzuwandeln. Die Frage nach der künftigen Verfasstheit aber führte zwangsläufig zu einem Kulturkampf des Staates gegen die Kirche. Das alte System war von der Kirche nicht zu trennen und ohne sie nicht einmal zu denken, da abgesehen vom Amt des Königs die Kirche in der Vergangenheit die einzige gesamtspanische Institution gewesen war.

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