Die Grafen von Lauffen am mittleren und unteren Neckar PDF

Alamanni ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum die Grafen von Lauffen am mittleren und unteren Neckar PDF Dichter und Humanist siehe Luigi Alamanni.


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Lange bevor sich unter Staufern, Welfen und Wittelsbachern die Pfalzgrafschaft bei Rhein am nördlichen Oberrhein und unteren Neckar etablierte, waren sie dort mächtig: die ‚Popponen‘ von Lauffen aus dem Neckargau. Spätestens seit 1012 verwalteten sie für den Bischof von Worms unter anderem dessen Grafschaft im Lobdengau. Prominentester Angehöriger des Geschlechts war Erzbischof Bruno von Trier († 1124), der an den Verhandlungen zwischen Papst und Kaiser zur Beilegung des Investiturstreits mitwirkte. Die Grafen von Lauffen übten die Vogtei über das von ihnen im Kraichgau gegründete Kloster Odenheim, die Ellwanger Propstei Wiesenbach und über das bischöflich-wormsische Stift Wimpfen im Tal aus sowie über die in ihrer Grafschaft gelegenen Filialen der Reichsabtei Lorsch. Auch an der Gründung der Zisterze Schönau im Steinachtal waren sie beteiligt.
1000 Jahre nach der Erwähnung Poppos I. im Lobdengau erinnerte in dessen ehemaligem Zentralort Ladenburg ein interdisziplinäres Symposium an die einst im Rhein-Neckar-Raum für die Wahrung von Recht und Frieden zuständigen Grafen.

Die Alamannen oder Alemannen waren eine antike und frühmittelalterliche Bevölkerungsgruppe, die dem westgermanischen Kulturkreis zugeordnet wird. Jahrhundert ging die Alemannia politisch und kulturell im Ostfrankenreich auf und wurde zwischen dem 10. Jahrhundert politisch nochmals vom staufischen Herzogtum Schwaben zusammengefasst. Bei den Germanen, gegen die Kaiser Caracalla im Sommer 213 einen kurzen Feldzug unternahm, handelte es sich laut byzantinischen Auszügen aus einem verlorenen Teil von Cassius Dios Geschichtswerk um Alamannen.

Die Bedeutung des Namens, der erstmals 289 n. Form Alamanni und später auch Alemanni erscheint, ist umstritten. Die Alamannen sind im Wesentlichen Elbgermanen, daher sei es möglich, dass sie zu großen Teilen aus Stämmen kamen, die sich den Sueben zurechneten. Der Name Sueben sei als Eigenbezeichnung erhalten geblieben und habe erst im Frühmittelalter die Fremdbezeichnung Alamannen wieder abgelöst. Jahrhundert sind archäologisch Einflüsse aus dem Donauraum in Alamannien festzustellen. Es wurde vermutet, dass diese auf von dort zugewanderte Donausueben zurückzuführen seien, die ihren Namen mit zu den Alamannen gebracht hätten. Bis um 500 wurden Alamannen und Sueben unterschieden, ab dem 6.

Jahrhundert werden die beiden Namen dagegen ausdrücklich als gleichbedeutend überliefert. Der Sueben-Name setzte sich allerdings durch, als das Siedlungsgebiet der Alamannen, das bis dahin als Alamannia betitelt worden war, zum Herzogtum Schwaben wurde. Jahrhunderts wurde der historische Name zuerst in der eingedeutschten Form Allemannen für die Dialekte am Hoch- und Oberrhein wiedereingeführt. Für den nordöstlichen Teil des alamannischen Dialektraums ist die Dialekt- und Eigenbezeichnung schwäbisch üblich geblieben, weshalb sich die dortige Bevölkerung meist als Schwaben bezeichnet. Die Bevölkerung um Hoch- und Oberrhein, mehr noch im Elsass, der Schweiz und Vorarlberg betrachtet sich nicht bzw. Althistoriker schreiben Alamannen und Mediävisten Alemannen. Dies spiegelte die Verlagerung des politischen Schwerpunkts des Reiches auf den deutschen Süden wider.

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