Die europäische Strukturpolitik vor einem Umbruch? PDF

Soziale Marktwirtschaft hat sich als Bezeichnung die europäische Strukturpolitik vor einem Umbruch? PDF die Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland sowie der Republik Österreich durchgesetzt. Zunächst wurde der Ausdruck kaum verwendet. Die breite gesellschaftliche Bezugnahme auf den Begriff Soziale Marktwirtschaft bedeutet jedoch keineswegs, dass sich alle darin einig sind, was unter Sozialer Marktwirtschaft zu verstehen sei. Viele wissenschaftliche und politische Publikationen gehen von einer eigentlichen Ursprungsbedeutung aus.


Författare: Stephan Göttlicher.
Masterarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Organisation und Verwaltung, Note: 1,7, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Mitglieder der Europäischen Union (EU) müssen, um europäische Finanzmittel in
Anspruch nehmen und an einen Zuwendungsempfänger ausgeben zu können, über
ein funktionierendes Verwaltungs- und Kontrollsystem verfügen. Mit dem Ende der
aktuellen Förderperiode (2007 – 2013) wird derzeit die Ausgestaltung der neuen
Förderperiode 2014 – 2020 diskutiert und damit gerät auch eine Neuausrichtung
dieses Systems in den Fokus.
Im Rahmen der Masterarbeit werden deshalb die Vorschläge für die Neugestaltung
des Verwaltungs- und Kontrollsystems und die finanzielle Abwicklung der
Fördermittel beleuchtet. Zu diesem Zweck werden die wesentlichen
Veränderungen gegenüber der vorherigen Förderperiode im Rahmen eines
synoptischen Vergleichs herausgestellt und an dem von der EU postulierten Ziel der
"Vereinfachung" gemessen.

Reaktionen auf den Korea-Boom sowie auf die sozialpolitischen Weichenstellungen der 1950er Jahre bezug genommen. Vielmehr müsse sie als das sich stets weiter entwickelnde Ergebnis eines dynamischen Prozesses gedacht werden. Das Ergebnis sei jedoch keine Leerformel, sondern etwas Neues. Nach Dieter Cassel und Siegfried Rauhut gebe es eine Ursprungsbedeutung. Sie plädieren für eine Rückbesinnung auf eine solche Ursprungsbedeutung. Seit den 1950er Jahren hat sich der Begriff Soziale Marktwirtschaft auch als Bezeichnung für die reale Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland eingebürgert.

Die Wirtschaftspolitik der verschiedenen Bundesregierungen orientierte sich allerdings in der Praxis an wechselnden politischen Zielvorstellungen. Die meisten Autoren gehen davon aus, dass sich die Soziale Marktwirtschaft seit 1948 weiterentwickelt hat, ohne dass sich die fundamentale Charakteristik des Wirtschaftssystems geändert hat. Andere sind der Ansicht, dass die reale Wirtschaftsordnung seit 1957 bzw. 1960er Jahren nicht mehr den Vorstellungen Ludwig Erhards entspreche. Die Soziale Marktwirtschaft versucht die Vorteile einer freien Marktwirtschaft, insbesondere eine hohe Leistungsfähigkeit und Güterversorgung, mit dem Sozialstaat als Korrektiv zu verbinden, der mögliche negative Auswirkungen von Marktprozessen verhindern soll.

Nach Ansicht von Otto Schlecht, der seit 1953 im Bundeswirtschaftsministerium arbeitete, seien neben Walter Eucken und Ludwig Erhard vor allem Alexander Rüstow, Wilhelm Röpke, Franz Böhm, Friedrich A. Lutz, Leonhard Miksch und Fritz W. Ein theoretischer Beitrag von Ludwig Erhard zur Sozialen Marktwirtschaft wird hingegen von einer Reihe von Autoren verneint. Geprägt durch die christliche Soziallehre und die Wicksellsche Konjunkturtheorie vertrat er am deutlichsten die Idee von der staatlichen Einflussnahme auf die Ergebnisse der Marktwirtschaft. Laut Karl Georg Zinn stehe Müller-Armack den Lehren Wilhelm Röpkes und Alexander Rüstows näher als denen des ordnungstheoretischen Puristen Eucken.

Weiterhin Notwendigkeit der staatlichen Intervention zur Schaffung sozialen Ausgleichs bzw. Phase der Sozialen Marktwirtschaft propagierte, hatte er eine Ausweitung der Sozialpolitik über ihren traditionellen Kern hinaus bezüglich der Bereitstellung öffentlicher Güter im Bereich des Bildungs- und Gesundheitswesens, des Städtebaus und Energie und Umweltfragen sowie weiterer Fragen im Sinn. Weniger bekannt ist die Rolle des Sozialdemokraten und ordoliberalen Eucken-Schülers Leonhard Miksch in der Entstehungsphase der Sozialen Marktwirtschaft. Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch. Für Erhard war die Erhaltung des freien Wettbewerbs eine der wichtigsten Aufgaben des auf einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung beruhenden Staats. Erhard hatte ein wesentlich stärkeres Engagement für die freiheitliche und marktwirtschaftliche Komponente als die Schöpfer des theoretischen Konzeptes der Sozialen Marktwirtschaft.

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