Die erweiterte Denkungsart PDF

Dieser Artikel befasst sich mit dem Charakter des Menschen. Psychologie diejenigen persönlichen Kompetenzen, die die Voraussetzung für ein moralisches Verhalten bilden. In einer zweiten, die erweiterte Denkungsart PDF der antiken Naturphilosophie wurzelnden Traditionslinie versteht man unter dem Charakter eines Menschen auch dessen Temperament bzw. Ein weitaus moderneres Charakterkonzept entwickelte Aristoteles im 4.


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Im Zeitalter von Globalisierung und Internationalisierung, Migration und Integration ist die Fähigkeit zur pluralistischen Urteilsbildung unumgängliches Moment eines nachhaltigen Bildungsprozesses. Man könnte es sogar als eine der eminenten ethischen Aufgaben jeder Bildungseinrichtung betrachten. Der Weg dazu scheint in Schulen, Universitäten und Einrichtungen der Erwachsenenbildung geebnet: Das Selbstdenken, im Sinne von Mündigkeit und eigener Meinungsbildung, ist zentraler Bestandteil jedes Fachs und spiegelt sich in vielen Unterrichtsinhalten wider. Der Fortentwicklung dieses Denkens, das auch die Perspektive und Interessen der Anderen einbezieht und einen pluralistischen Meinungsaustausch ermöglicht, wird aber bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt: die erweiterte Denkungsart. Dies ist in Zeiten, in denen immer wieder von „Wertevermittlung“, Toleranz für Andersdenkende und „Diversity Management“ gesprochen wird, als fahrlässig zu beurteilen. Der Sammelband stellt die Kantische Gemeinsinnsmaxime „an der Stelle jedes andern [zu] denken“ (
40, Kritik der Urteilskraft, 1790) in den Kontext von Bildungsphilosophie und Ästhetik, Politik, Rhetorik und (Welt-)Literatur, Schulpädagogik und Interkulturelle Bildung.

Zentrale Bedeutung hat das Konzept des Charakters als moralische Größe seit jeher auch im Judentum. So wird im Talmud Charakter als Summe gottgefälliger Verhaltensmuster verstanden. Bagdad lebender Philosoph, der ein Grenzgänger zwischen Christentum und Islam war, die aristotelischen Überlegungen für seine Schrift Tahdhib Al-Akhlaq. Ein Konzept des Charakters als Repräsentation von Tugenden innerhalb des Menschen erscheint auch sehr früh in der christlichen Ethik. Jahrhundert in den deutschsprachigen Raum, und zwar über Frankreich, wo etwa Montaigne den Ausdruck bereits im 16. Rousseau hatte starken Einfluss auf Johann Heinrich Campe, der die Charakterbildung des Kindes ebenfalls ins Zentrum seiner Erziehungsphilosophie stellte. Charakterkunde, die erneut den Versuch einer psychologischen Typologie von Charakterformen unternahm.

Der Psychoanalytiker Erich Fromm unterschied in den 1930er Jahren zwischen einem Individualcharakter und einem Sozialcharakter bzw. Gesellschaftscharakter, wobei letzterer die sozial signifikante Kernstruktur der Persönlichkeiten bezeichnet, die einer bestimmten Gesellschaft angehören. Muskeln, die es einem Menschen erlauben, Impulse zu kontrollieren und Belohnung aufzuschieben, was für Erfolg, Leistung und moralisches Handeln grundlegend ist. Wilson definierte 1991, dass ein guter Charakter mindestens folgende zwei Dinge umfasse: Empathie und Selbstkontrolle.

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