Deregulierung und Wettbewerb in der Elektrizitätswirtschaft PDF

Privatisieren ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum Privatisieren als einer traditionellen Lebensgestaltungsform deregulierung und Wettbewerb in der Elektrizitätswirtschaft PDF: Privatier.


Författare: Bettina Bonde.

Die Arbeit untersucht die Entwicklung ehemals monopolistischer Märkte in der Elektrizitätswirtschaft zu Wettbewerbsmärkten. Wer Deregulierung fordert und durchsetzen will, muß zunächst die diesbezüglichen Entscheidungsprozesse kennen. Wie laufen diese ab, wodurch werden sie gesteuert oder blockiert? Detailliert werden sowohl die normativen als auch die positiven Aspekte der Regulierungs- bzw. Deregulierungspolitik untersucht. Die Analyse ausgewählter europäischer Länder und der Vereinigten Staaten zeigt, daß die Schaffung von Wettbewerb als Ziel der Umstrukturierung weit weniger von der Ausgangslage der Branche und damit den institutionellen Voraussetzungen geprägt ist als erwartet. Vielmehr wird sie determiniert von der Struktur des politischen Entscheidungsprozesses, dem historischen Kontext sowie den Wertvorstellungen innerhalb der Gesellschaft.

Sinn bezeichnet die Umwandlung von öffentlichem Vermögen in privates Eigentum. Private übertragen wird, etwa das Eigentum an Immobilien oder Aktien. Privatisierungen entsprechen den Forderungen des Liberalismus nach selbstverantwortlicher, privatautonomer Gestaltung des Wirtschaftsprozesses als Grundlage der Wirtschaftsordnung. Mit dem Oberbegriff Privatisierung werden höchst unterschiedliche Sachverhalte bezeichnet.

Im ursprünglichen Sinne bedeutet Privatisierung die Übertragung von staatlichem Eigentum an private Eigentümer. Dieser klassische, am Eigentum orientierte Privatisierungsbegriff wurde in der neueren Privatisierungsdiskussion stark erweitert. Privatisierung: der Staat zieht sich aus der Güterproduktion zurück und überlässt es dem Markt, in welcher Art und in welcher Menge die entsprechenden Güter produziert werden. Man spricht hier auch von Aufgabenprivatisierung, weil vormals vom Staat übernommene Aufgaben an die Privatwirtschaft abgegeben werden.

Privatisierung: der Staat beauftragt private Unternehmen mit Aufgaben, die zuvor von der öffentlichen Hand erfüllt wurden. Der Staat bedient sich dabei zur Erfüllung seiner Aufgaben lediglich der Hilfe von Privaten, ohne dass es dabei zu einer Übertragung der öffentlichen Aufgabe selbst kommt. Privatisierung: eine von öffentlichen Haushalten wahrgenommene Aufgabe verbleibt auch weiterhin in der Verantwortlichkeit des Staates, lediglich die Rechtsform wird in eine Gesellschaft des Privatrechts gewandelt, wobei das staatliche Eigentum weiterhin besteht. Grundformen hinaus gibt es noch eine Vielzahl weiterer Unterscheidungen und es bestehen bei diesen Typisierungen häufig Überschneidungen und fließende Übergänge. Eine allgemein anerkannte Definition gibt es jedoch nicht. Privatisierung wird oft in engen Zusammenhang mit Deregulierung gebracht.

Der Zusammenhang zwischen Privatisierung und Deregulierung ist in der Literatur aufgrund von sich unterscheidenden Begriffsverständnissen jedoch umstritten. Sowohl Privatisierung als auch Deregulierung zielen auf eine Verschlankung des Staates ab. In manchen Bereichen öffentlicher Daseinsvorsorge stellt sich jedoch die Frage, ob Aufgaben, die trotz teilweiser Privatisierung beim Staat verbleiben, nicht im Wege verstärkter Regulierung geltend gemacht werden müssen. Im Bericht an den Club of Rome zu den Grenzen der Privatisierung beschreiben Wissenschaftler unterschiedlich verlaufene Privatisierungsbeispiele aus aller Welt. Danach könne Privatisierung erfolgreich sein, wenn der Staat die Regeln bestimmt und Wettbewerb garantiert.

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