Beiträge zur Kunstphilosophie PDF

Zur Navigation springen Zur Suche beiträge zur Kunstphilosophie PDF Die philosophische Ästhetik ist die Theorie der ästhetischen Phänomene in ihrer Gesamtheit. Sie unterliegt wie kaum eine andere philosophische Disziplin sehr unterschiedlichen Einschätzungen.


Författare: Horst Seidl.

Die vorliegende Untersuchung behandelt das Thema der Kunst weniger aus theoretisch wissenschaftlicher, als vielmehr aus kunstphilosophischer Sicht, mit Fragen über das Wesen der Kunst, ihre Einordnung in die Kulturgeschichte und ihre erzieherische Wirkung. Sie bietet nicht nur einen historischen Durchblick, mit den Lehren über Kunst bei Hauptvertretern in diesem Gebiet, sondern berücksichtigt auch gegenwärtige Ansichten zum Thema. Die Darlegungen zu den einzelnen Autoren werden durch die Anführung von Quellentexten ergänzt, die dem Leser zum besseren Verständnis der Argumente verhelfen.

Baumgarten die Erkenntnis durch die sinnliche Wahrnehmung. Die heutige Ästhetik hat drei Wurzeln: Seit Georg Wilhelm Friedrich Hegel versteht sie sich vor allem als Philosophie der Kunst. Nach einer zweiten Bestimmung ist sie Theorie des Schönen, und nachdem im 18. Jahrhundert zuerst das Erhabene und dann das Prächtige, Elegante, Anmutige sowie auch das Hässliche, Groteske etc. Programm einer Ästhetik als einer eigenen philosophischen Disziplin entwarf. Sein Fragment gebliebenes Hauptwerk Aesthetica ist der Versuch, dieses Programm systematisch auszuführen.

Diese drei Bestimmungen der Ästhetik als Theorie des Schönen, der Kunst und der sinnlichen Erkenntnis hängen historisch eng miteinander zusammen. Für Hegel fiel die Philosophie der Kunst im Wesentlichen mit einer Theorie des Schönen zusammen, da Schönheit für ihn ein wesentliches Merkmal von Kunstwerken darstellte. Für Baumgarten war die ästhetische Erfahrung das zentrale Thema der Theorie sinnlicher Erkenntnis. Jahrhundert wurden diese Theorien jedoch als inadäquat bezeichnet, da sie entweder nicht alle Bereiche der Ästhetik beinhalten oder gar Sachverhalte beschreiben, die über die Ästhetik hinausgehen. Die erste traditionelle Definition der Ästhetik als Theorie der Kunst wird häufig als zu eng kritisiert. Zwar mache die Kunst einen wesentlichen Bestandteil der Ästhetik aus, da viele ästhetische Erlebnisse auf Kunstwerken basieren.

Es gebe aber auch ästhetische Erfahrungen, welche nicht ausschließlich durch Kunstwerke hervorgerufen werden. Gegen die traditionelle Auffassung der Ästhetik als Theorie des Schönen wird vorgebracht, dass es ästhetisch relevante Fragen gebe, die nichts mit Schönheit zu tun haben wie z. Problem der Authentizität von Aufführungen, oder das Problem der Beziehung zwischen Originalen und Fälschungen. Zum anderen können auch nicht-schöne Gegenstände Gegenstand der Ästhetik sein. Schönen das Erhabene als zweite Grundkategorie der Ästhetik eingeführt. An der historisch sehr wirkmächtigen Bestimmung der sinnlichen Erkenntnis als Gegenstand der Ästhetik wird kritisiert, dass sie zum einen zu weit sei, da nicht jedes Wahrnehmungserlebnis ein ästhetisches Erlebnis ist, da die Erkenntnis ästhetischer Qualitäten nur einen von vielen Aspekten der Sinneswahrnehmungen ausmache. Zum anderen sei diese Definition aber zu eng, da nicht jedes ästhetische Erlebnis auf einem Wahrnehmungserlebnis beruhe.

Es ist umstritten, ob sich ästhetische Erfahrungen von nicht-ästhetischen Erfahrungen unterscheiden. Eine Reihe von Ästhetikern ist der Ansicht, dass ästhetische Erfahrungen Wahrnehmungserlebnisse sind. Nach dieser Ansicht kann es eine bestimmte ästhetische Erfahrung ohne eine gleichzeitig stattfindende Sinneswahrnehmung nicht geben. Art und Intensität des ästhetischen Erlebnisses hängen von den betreffenden Sinneswahrnehmungen ab. Diskutiert wird dabei, ob ästhetische Gefühle gegenüber anderen Gefühlen eine besondere Qualität aufweisen, die sie zu ästhetischen Gefühlen macht. Neben den Komponenten einer ästhetischen Erfahrung ist die Herkunft ihres spezifisch ästhetischen Charakters umstritten.

Es existieren dazu objektive und subjektive Modelle ästhetischer Erfahrung, wobei diese auch in Kombination auftreten können. Nach den objektiven Modellen unterscheiden sich ästhetische Erfahrungen von nicht-ästhetischen durch die Eigenschaften ihrer Gegenstände. Eigenschaft einer Landschaft, schön oder trist zu sein. In der philosophischen Ästhetik wurde immer wieder versucht, über das Besondere der ästhetischen Einstellung Klarheit zu gewinnen.

Der Begriff der psychischen Distanz sei problematisch, weil jede ästhetische Erfahrung gerade durch die Anwesenheit einer Emotion, ein Gefallen oder ein Missfallen, gekennzeichnet sei. Angesichts der Schwierigkeiten, genauer zu bestimmen, was die Merkmale der ästhetischen Einstellung sind, wird daher von einigen Ästhetikern das Konzept einer speziellen ästhetischen Einstellung generell verworfen. Die Frage, ob es ästhetische Eigenschaften und worin sie sich gegebenenfalls von anderen Eigenschaften unterscheiden, ist umstritten. Positionen unterscheiden, der ästhetische Realismus und der ästhetische Anti-Realismus. Die Frage, ob es ästhetische Eigenschaften gibt, hängt eng zusammen mit der Frage nach der Bedeutung ästhetischer Urteile.

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