Baden-Württembergische Biographien PDF

Der Titel dieses Artikels ist baden-Württembergische Biographien PDF. Sigmaringen ist eine baden-württembergische Kreisstadt an der oberen Donau und die zweitgrößte Stadt im Landkreis Sigmaringen. Sigmaringen ist geologisch und hydrologisch durch pleistozäne Donaurinnen geprägt.


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Die Stadt selbst liegt in einer Weitung der Donau, die im Norden durch den Wittberg und im Süden durch eine Moräne begrenzt wird. Sigmaringen befindet sich am Ausgang des rund 40 Kilometer langen Donaudurchbruchs durch die Schwäbische Alb. Hier grub sich der noch schmale Fluss im Zuge der Alb- und Alpenhebung seinen Weg. Die Kernstadt hat eine Fläche von 3429 Hektar. Die Gesamtgemarkung erstreckt sich über 92,85 Quadratkilometer. Landschaftlich ist Sigmaringen durch den rund 3000 Hektar großen Stadtwald geprägt.

Der Stadtwald am Wittberg war früher parkähnlich mit wenigen Bäumen. Sigmaringen bildet ein Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrums der Region Bodensee-Oberschwaben mit dem Oberzentrum Friedrichshafen-Ravensburg-Weingarten. Die Stadt besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Gutenstein, Jungnau, Laiz, Oberschmeien und Unterschmeien. Die Siedlungsgeschichte im Gebiet der heutigen Stadt Sigmaringen reicht bis in die Altsteinzeit. Ein frühalemannisches Gräberfeld liegt im Südosten der heutigen Stadt. Jahrhundert, dem Ende des Frühmittelalters, entstand die erste Burganlage auf dem talabriegelnden Felsen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1077, als König Rudolf von Schwaben die Sigmaringer Burg vergeblich belagerte.

Der erste Pfarrer in Laiz wurde 1231 erwähnt. 1275 gehörten zum Dekanat Laiz 15 Pfarreien. 1325 wurde die Stadt an Graf Ulrich III. In den Jahren 1460 und 1500 wurde die Burg zum Schloss umgebaut.

Grafen von Werdenberg gelangte Sigmaringen 1535 an das Hochadelsgeschlecht der Hohenzollern. Vier Jahre später kam es zu einem verheerenden Schlossbrand. 1632 besetzten die Schweden während des Dreißigjährigen Kriegs das Schloss. Ein Jahr später wurde es unter General Gustaf Horn aus römisch-papistischer Feindeshand zurückerobert.

Dabei wurde der östliche Teil durch einen Brand zerstört. 1535 erhielt Graf Karl von Hohenzollern die Grafschaft Sigmaringen als Lehen. Damit wurde Sigmaringen Sitz einer zollernschen Linie. Juni 1817 wurde die letzte öffentliche Hinrichtung in Sigmaringen vollzogen.

Exerzierplatz des hohenzollerischen Militärs auf der Höhe über Laiz. Als Folge der Revolution in Sigmaringen von 1848 verzichteten 1849 die Fürsten von Hechingen und Sigmaringen auf ihre Herrschaft, wodurch beide Fürstentümer 1850 an Preußen fielen. Sigmaringen war, wie ganz Deutschland, abgesehen von Ostpreußen im Herbst 1914, im Ersten Weltkrieg kein Kriegsschauplatz. 1914 bis 1918 fielen rund 150 junge Männer aus der Stadt, an die bis 1943 eine Kupfertafel im Rathaus erinnerte.

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