Außenpolitik und öffentliche Meinung in Großbritannien während des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 PDF

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Författare: Thomas Schaarschmidt.

Als im Juli 1870 der Krieg zwischen Frankreich und den deutschen Staaten ausbrach, entschied sich Großbritannien für die Fortsetzung der Non-Intervention-Politik und erklärte seine Neutralität. Obwohl die britischen Inseln nicht unmittelbar von den kontinentalen Ereignissen betroffen waren und die British interests kaum in Mitleidenschaft gezogen wurden, schlug der Krieg der beiden Nachbarvölker die britische Nation in den folgenden Monaten vollkommen in seinen Bann. Die vorliegende Studie untersucht die Reaktion der Regierung Gladstone auf die neue internationale Lage, die Haltung der britischen Öffentlichkeit zum deutsch-französischen Krieg und das Verhältnis von Außenpolitik und öffentlicher Meinung.

Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Mit dem Begriff deutsch-französische Erbfeindschaft wurde in verschiedenen Abschnitten der Neuzeit das feindliche Verhältnis beschrieben, das zwischen Deutschen und Franzosen von der Ära Ludwigs XIV. Im Mittelhochdeutschen war mit erbevīnt zumeist der Teufel gemeint. In der historischen Realität war das Heilige Römische Reich, anders als die zentral gelenkte französische Monarchie, durch Partikularismus und Souveränität der Einzelstaaten geprägt. Das ganze Deutschland soll es sein! Träger solcher Vorstellungen waren nicht zuletzt viele Vertreter der Romantik, da diese von einem mittelalterlichen Kaisertum und dessen Erneuerung in der Gegenwart träumten.

Ich haßte die Franzosen nicht, wiewohl ich Gott dankte, als wir sie los wurden. Wie hätte ich auch, dem nur Kultur und Barbarei Dinge von Bedeutung sind, eine Nation hassen können, die zu den kultiviertesten der Erde gehört und der ich einen großen Teil meiner eigenen Bildung verdanke. Einzelstaaten geführt wurden, mit kultureller Befruchtung und politischen Allianzen abwechselten und vermischten. Daher waren die deutschen Nationalisten des 19. Um dem Gegensatz einen möglichst universellen Charakter zu geben, wurde sein Beginn auf eine möglichst archaische Frühzeit zurückverlegt, sodass man bereits in Kämpfen zwischen germanischen Völkern und den Römern das Prinzip der vermeintlichen Erbfeindschaft zu erkennen glaubte.

Bei der Ausbildung des Frankenreiches im Frühmittelalter lässt sich dies ebenfalls zeigen. Was das römisch-deutsche Reich angeht, so sahen deutsche Nationalisten des 19. Zugleich gab es aber auch wieder entscheidende kulturelle Befruchtungen durch die Romanen, etwa in der Malerei und in der Musik. Einen entscheidenden Einschnitt bildete die Französische Revolution, die das monarchische Prinzip in Europa gefährdete und somit auch die Fürsten innerhalb des Reichs herausforderte, die den für ihre freiheitlichen Ideale kämpfenden Truppen zunächst nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen hatten. Dennoch wurden diese zunehmenden Tendenzen eines deutschen Nationalismus im Zeitalter der Restauration nach 1815 für längere Zeit nicht politikbestimmend, da den Monarchen an einer Befriedung Europas gelegen war, wobei nationale Emotionen, die sich nicht mit der Souveränität der Einzelstaaten des Deutschen Bundes vertrugen, nur stören konnten.

Die Rheinkrise von 1840 wurde ausgelöst von französischen Ansprüchen auf das gesamte linke Rheinufer, die als Ablenkungsmanöver in einer außenpolitischen Krise geltend gemacht wurden. In der Schlacht von Königgrätz von 1866 trafen im Deutschen Krieg die Truppen Preußens auch beim böhmischen Dorf Sadová auf die Armeen der Österreicher und Sachsen, die im Verlauf der Schlacht vernichtend geschlagen wurde. Eine Wende ergab sich dann allerdings durch die bismarcksche Politik einer Einigung der Deutschen von oben durch die Preußen. Eine erneute Konfrontation zwischen Deutschland und Frankreich ergab sich aus den Bedingungen des Zeitalters des Imperialismus. Die Nationalstaaten hatten nicht nur in Europa gegensätzliche Interessen, sondern gerieten durch die Ausbildung der Kolonialreiche auch weltweit aneinander. Dies war der Boden, den die Nationalsozialisten in ihrem Sinne ausnutzten, die an den Glauben an die deutsch-französische Erbfeindschaft anknüpften. Ansätze zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit boten sich zunächst in der Wirtschaft, wobei der Montanunion im Bereich Bergbau und Metallverarbeitung eine Vorreiterrolle zukam, hieraus entstand die EG und damit letztlich die EU.

Interesse innerhalb der französischen politischen Linken, aber auch auf zwischenstaatlicher Ebene. Charles Bloch: Vom Erbfeind zum Partner: Die deutsch-französischen Beziehungen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. In: Jahrbuch des Instituts für Deutsche Geschichte. Karen Hagemann: Aus Liebe zum Vaterland. Liebe und Hass im frühen deutschen Nationalismus: Franzosenhass. Der Einfluss von Emotionen auf die Politik des 19.

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